5. Tag – Part II

Das Wetter schlug dann doch noch um, so dass es regnete als wir losliefen. Das machte uns aber gar nichts, denn eine Menge Spass hatten wir trotzdem. Und wenn sonst schon wenig Leute bei schönem Wetter unterwegs sind, so ist bei schlechterem Wetter gar niemand außer uns und einem Förster unterwegs. Das nenn ich wirklich genial!

Der Förster stand plötzlich da, erfreute sich am Anblick meiner Hunde und ich muss mir endlich angewöhnen „GrĂŒĂŸ Gott“ anstatt „Guten Tag“ zu sagen, dann fallen wir hier gar nimmer auf. 😉

Wir entschieden uns, wieder zu Fuß vom Haus aus zu starten und liefen zunĂ€chst quer durch – oder sagt man drĂŒber? – den Hummelberg. Wir waren gerade mal round about 500 Meter weit gekommen, als ein Bauer es ganz gut mit meinen Nasen meinte und ganz frisch – quasi exclusiv fĂŒr meine Köter, wenn das nicht mal nett ist! – GĂŒlle aufs Feld gebracht hatte. Uhi, so schnell konnte ich gar nicht gucken, da lagen meine Hunde schon drin und badeten eine Runde. Spunk war definitiv schwarz, bei Hermine fiel das jetzt net so auf…, aber ich sage Euch: die hatten einen Spass! Mit zwei richtigen Grinsehunden bin ich weiter querfeldein und oben in den Wald rein. Es gab zwar keinen offiziellen Weg, aber immer der Nase nach und am Rand lang, stießen wir schließlich wieder auf den Wanderweg „Um den Angelberger Forst“ und liefen den Weg ein ganzes StĂŒck entgegengesetzt der gestrigen Laufrichtung.

Spunk steckte ich erst einmal in ein Wasserloch und wusch den miesesten GĂŒllekrams aus dem Fell… Daraufhin bekam sie einen „Raser“ rein und rannte was die kleinen Beine hergaben kreuz und quer und schien auf Dope zu sein. WĂ€hrend es bei Spunk nur immer so aussieht, als wĂ€re sie auf Dope, ist das bei Hermine definitiv der Fall und wenn wir irgendwann mal wieder nach Hause fahren, dann kann ich sie bei der anonymen Selbsthilfegruppe „Die MĂ€usekiller“ oder auch „Die unter Laufzwang – Leidenden“ anmelden. Dieser Hund ist völligst verrĂŒckt geworden…! Das Schöne ist, dass sie einfach machen und sich mal so richtig austoben kann. Kein Wunder, dass sie dann ins Koma fĂ€llt, wenn sie zur Ruhe kommt.

Jedenfalls sind wir dann irgendwann aus dem Wald wieder raus und quer durch die Felder zurĂŒck gelaufen. Und da ich heute keine Cam bei hatte und wir auch nur eine kleine „Waschpause“ eingelegt hatten, habe ich auf dem Weg ausgerechnet, dass wir so ca. 5 – 6 km die Stunde machen dĂŒrften hier in der Gegend, wenn wir so laufen. Ob das realistisch ist? Keine Ahnung. Aber wenn man jetzt davon ausgeht, dass wir gestern fĂŒr die ausgewiesene Wanderstrecke mit Fotos machen 1,5 Std. brauchten, dann brauchen wir ohne Fotos machen ne Std. ungefĂ€hr. Und da wir heute nachmittag auch so ca. 1,5 Std. gelaufen sind, können wir davon ausgehen, dass wir wieder so ungefĂ€hr die gleiche Kilometeranzahl (und nen bißl mehr) hatten. Hm… Letzten Ende ist es auch wurscht , denn wenn ich das mal so vom Tag zusammen rechne, dann rennen die beiden Nasen schon ziemliche viele Kilometer ab…

Als wir wieder daheim waren, staunte ich nicht schlecht, denn hier im Haus brach ein Streit zwischen zwei Parteien aus. Ich musste teilweise echt lachen, weil ich mir vorkam wie in der dt. Großstadt, so wie ich da stand und darauf wartete, dass die sich noch die TĂŒren an den Kopp hauen! Das Ganze so richtig klassisch (nur halt im bayrischen Dialekt *lach*): der eine beschuldigte den anderen, er wĂŒrde immer klopfen, der andere bestritt dieses und last but not least hat die Frau des einen die andere als „******“  (zensiert, binsch doch anstĂ€ndig, gell?! ;)) bezeichnet. Wenigstens konnte ich nun das GerĂ€usch des nachmittags zuordnen. Es summte hier nĂ€mlich immer wieder zwischendurch und ich hatte keine Ahnung, was das sein sollte. Es stellte sich heraus, dass das die Klingel sind und sich wohl die Nachbarn schon etwas lĂ€nger streiten wollten, so dass sie immer wieder anschellten. Jo…, jeder braucht nen Hobby oder wie war das?!

Auf einen klingelfreien Abend…!

 

5. Tag

Erkenntnis (von gestern Abend ĂŒbrig geblieben): Gehe nicht mit Stoffschlappen mitten in der Nacht auf eine RasenflĂ€che, wenn du nicht erkennen kannst, was sich auf eben dieser befindet!

Das hat nĂ€mlich zur Folge, dass du die Stoffschlappen direkt im Anchluss in die Tonne kloppen kannst, weil an den Sohlen etwas dranklebt, von dem du gar nicht wirklich wissen möchtest, was es ist… *urgs*! Jo, nun bin ich also schlappenlos, quasi.

Und wĂ€hrend ich heute morgen loslief und dachte „Brrr, wird bestimmt was kĂŒhler heute!“, konnte ich vorhin doch wieder im T-Shirt auf der Terrasse stehen und meinen Kaffee schlĂŒrfen. Und als ich zunĂ€chst dachte, dass die Schnecken hier wirklich suizidal veranlagt sind, hab ich mal genauer hingeschaut und festgestellt, wie Ă€sthetisch sie eigentlich sind. Jawohl! Dieses Mal war es ein etwas grĂ¶ĂŸeres Modell und braun. Ich glaube, sie wollte Freundschaft schließen… *lach* Aber guckt mal, die sind doch eigentlich richtig schön oder?!

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Und ist eigentlich schonmal jemandem aufgefallen, dass hier selbst diese Stopper fĂŒr die Fensterklappen bis ins Detail ausgearbeitet sind und sich perfekt in das Gesamtbild fĂŒgen? Ich bin begeistert. Das nenne ich mal „Liebe zum Detail“!

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Darauf brauch ich doch erstmal glatt nen weiteren Kaffee und dann ĂŒberlegen wir uns, wo und was wir heute lauftechnisch bewĂ€ltigen können und wollen… 😉

Heute morgen sind wir ĂŒbrigens nicht ganz so weit gelaufen. Spunk hatte sich mal wieder ĂŒbergeben und ich fand es gerade viel spannender und so klasse, dass ich quer durch die Felder laufen kann, ohne dass mich gleich jemand anschnauzt oder gar mit der Mistforke verfolgt.  *schallend lach*

4. Tag – Part II

 

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Da ich heute Mittag ein wenig mĂŒder und schlapper war als die letzten Tage, wollte ich mir den Luxus eines kleinen MittagschlĂ€fchens gönnen… Gepaart mit Hermines extremen KuschelbedĂŒrfniss heute, passte es perfekt ĂŒberein und wir packten uns ins Bett. Tja, wer tief und fest gepennt hat war mein Hund, denn bei ihrem Schnarchen kriegte ich gerade mal keinen Schlaf! *Augen roll* Und nachdem der Nachbar dann auch noch seine elektrische SĂ€ge anwarf (die ist aber man gerade nen Witz gegen die Kirchenglocken und dem nervigen KlĂŒngelkerl der alle Nasen lang die deutsche Großstadt terrorisiert), konnte ich ebenso gut wieder aufstehen und erneut loslaufen.;)

Damit die Investition des Wanderplans nicht vergebens war, hab ich mir heute also mal den ersten offiziellen Wanderweg des Naturparks Augsburg rausgesucht. Der hatte den wohlklingenden Namen „Rundum im Angelberger Forst“ und war laut Karte 5 km lang, laut Wegweiser 6 km. Ob nun 5 oder 6 km, wen juckt es? Ich wollte erstmal klein anfangen. Wie gut, dass ich so gar kein GespĂŒhr fĂŒr km habe, denn wenn ich gewusst hĂ€tte, dass die Runde gerade mal 1,5 Std. dauern wĂŒrde und davon auch noch einiges an Zeit fĂŒrÂŽs Fotografieren abzuziehen ist, hĂ€tte ich mir gleich einen lĂ€ngeren rausgesucht. SO wird das gerade mal nichts mit besseren Muskeln neben den Schienbeinen, gell?! Na ja, man kann nicht alles haben und fĂŒr die Insider: Nein, ich fange NICHT auch noch mit dem Spinning an! *schallend lach*

DarĂŒber hinaus musste ich feststellen, dass ich bereits Teile der Strecke kannte! Der Laie staunt und der Fachmann wundert sich… Ich hatte doch geschrieben, dass man auch zu Fuß in den Wald kommt? Jo, und genau dort kommt man dann eben hin…, auf den Wanderweg „Rundum im Angelberger Forst“. Somit ist auch geklĂ€rt, dass ich ansonsten in Zaisertshofen, Ziegelstadel und Hummelberg unterwegs war / bin. Guck mal einer an! 😉

Aber um jetzt mal auf die Wanderung (naja, sagen wir lieber den Mittagsspaziergang) zu kommen: Wir starteten vom Wanderparkplatz aus (an dem wir auch am ersten Tag unserer Ankunft schonmal waren und nen StĂŒck liefen) und folgten dieser Beschilderung: ->

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Gerade, dass wir losgegangen waren, spannte sich Hermine an und sah in den Wald. Als ich ihrem Blick folgte, traf ich die Großmutter von RotkĂ€ppchen! RotkĂ€ppchens Großmutter trĂ€gt allerdings ein lilafarbenes Kopftuch, das graue Haar schaut wohlgelockt darunter hervor und sie hat einen farblich abgestimmten Kittel an. Und aus dem Korb wurde im laufe der Zeit ein Plastikeimer, mit dem sie Beeren sammelte.

Der Weg fĂŒhrt wirklich so quer durch und ist schön zu laufen. ZunĂ€chst kamen wir also an bekannte Orte und Mine hatte wieder nur eines im Kopf: laufen, laufen, laufen. Tussenhausen 8031

So liefen wir und ich tĂŒdelte neben der Bewunderung fĂŒr Natur und Wald an der Digicam rum, denn wer die richtigen Einstellungen wĂ€hlt, der kann da sicherlich auch herrliche Fotos machen. Ich konnte es offenbar nicht wirklich, weil die meisten Fotos nichts wurden… Nach dem Treffen mit RotkĂ€ppchens Großmutter begegneten wir gerade mal zwei Menschen, die mit ihrem Bike unterwegs waren – ansonsten wieder herrliche Ruhe und die Hunde waren die ganze Zeit offline. Und dabei zeigte sich, dass die Beiden wirklich die perfekten Wanderbegleithunde sind, denn sie drehen sich alle paar Meter zu mir um, so konnte ich weiter an der Camera rumfummeln *lach*. Spunk wurde aber irgendwann auch mal ein wenig ungeduldiger:Tussenhausen 8054

„Jetzt mach doch mal hinneeeeeeeeeeeee…!“

Tussenhausen 8067

Da gehen wunderbare Wege links und rechts ab.., hinein ins Dunkle. 😉 Aber ich hab mich zusammen gerissen und bin nicht vom Hauptweg abgewichen. Wenn man schon fĂŒr 5 oder 6 km einen solch wohlklingenden Namen hat, dann soll man dem auch GebĂŒhr zollen als Wanderer, gell?!

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Kommt im Kleinen jetzt nicht so gut rĂŒber, aber zwischen den BĂ€umen hat man immer wieder sehr schöne Ausblicke…

Irgendwann hab ich die Cam dann in meinen Rucksack gesteckt, denn meine Halsmuskeln verkrampften sich zunehmend und ausserdem wollte ich mal mehr links und rechts schauen und nicht nur aufs Display… 😉

Aber dann – so ziemlich zum Ende des Weges und somit an der Stelle, an der ich am Freitag nach der Anreise war – lag mitten auf dem Weg dieses hier:

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FĂŒr diejenigen unter uns, die jetzt nicht in einer deutschen Großstadt leben und gar nicht wissen, was das ist, hab ich es extra nochmal umgedreht:

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So, so… Hatte das jemand „einfach“ verloren? FĂŒhlte sich derjenige bedroht oder wurde er gar bedroht? Unweigerlich musste ich an die sms denken, die ich am besagten Ankunftstag ca. 50 – 100 Meter von dieser Stelle entfernt mit meiner Sista gewechselt hatte. Die hab ich sogar noch auf dem Handy und ich erlaube mir mal, diese hier zu zitieren:

Sms von mir, am 03.09.10 um 13:34 Uhr „Wie geil ist das denn: hier grĂŒssen sogar die Förster! … Und was sind das hier fĂŒr Rufe im Wald? Jagd, Tote, Serienkiller, wilde Tiere?“

Antwort von meiner Sista, am 03.09.10 um 13:38 Uhr: “ … Was fĂŒr GerĂ€usche meinst Du? Ich hör immer nur normale WaldgerĂ€usche. …“

Also, wenn jetzt ein Blogleser aus dieser Region was in der Zeitung liest, dass irgendwas an VorfĂ€llen war: ich hab extra die Uhrzeiten dazu geschrieben und Ihr braucht mich einfach nur zu kontaktieren. 😉

Die wohl einfachste ErklĂ€rung ist die, dass jemand meinte, sich gegen eine Wildschweinrotte damit wehren zu können und es im Eifer des Gefechts verloren hat… *schallend lach*! Genauso mĂŒssen Ideen fĂŒr Krimis entstehen oder?

Wir liefen also weiter zurĂŒck zum Auto und trafen erneut auf RotkĂ€ppchens Großmutter, die noch immer am Beeren sammeln war und keinerlei Notiz von uns nahm.

Das war also unsere erste offizielle Wanderung, die kleiner ausfiel als gedacht, was dem Ganzen aber keinen Abbruch verlieh und wir entspannen hier einfach nochmal nen bißl weiter…

4. Tag

BegrĂŒssung des Morgens: „Die Zwei sind auch wieder unterwegs!“ (ich habÂŽs direkt ins Hochdeutsche ĂŒbersetzt, fĂŒr die Nicht-Bayern unter uns ;)).

Wir bleiben nicht unentdeckt im Dorf, aber dieses durchweg positiv! Bisher haben wir einen ganz entspannten und ruhigen Tag und genießen einfach nur. Tussenhausen-7774.JPG

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Unsere Vormittagsrunde verlief auf dem RĂŒckweg wieder durchs Dorf. Das war zwar nicht so geplant, kommt aber eben davon, wenn man meint, der Weg sĂ€he so nett aus, dass man ihn auch mal gehen könnte. 😉 Und so kam es, dass wir den zweiten Morgen in Folge durch eine Straße gingen, wo man uns wieder erkannte und freundlich die Hunde kommentierte.

Spunk hat sich schnell hier eingelebt und sich so sehr daran gewöhnt, dass wir unsere Ruhe beim Laufen haben, dass sie sogar jetzt andere SpaziergĂ€nger kurz meldet – ich sach ja: das perfekte Ortungssystem auf 4 Pfoten! 😉 Mine ist derweilen so sehr mit rennen, MĂ€uschenbuddel und GĂŒlle beschĂ€ftigt, dass sie selbst vom Pöbeln absieht, wenn uns denn dann mal einer entgegenkommt mit Hund.

Datt Leben kann echt schön sein!

 

 

 

3. Tag – Part II

Spunks Magen – Darm – Problem hielt dHsD nicht lange an und so war sie wieder fit dabei und begeistert, als ich es mittags nicht mehr aushielt und einfach raus musste. Die Sonne strahlte vom Himmel und wir (= Mine und ich, insbesondere ich…) wollten laufen, laufen, laufen…

Wieder bin ich einfach drauf los und habe die Karte nicht zur Hand genommen. 😉 Und erneut bin ich wirklich beeindruckt von dieser Landschaft…, mein Gehirn mag gerade (wir haben es 01:00 Uhr, da darf es schonmal in den Nachtmodus umschalten) nicht so, als dass ich die ganzen EindrĂŒcke in Worte zu fassen vermag – drum gibt es ein paar Bilder.

Wir starteten also am Ortsein- oder je nach Perspektive auch Ortsausgang:

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Der Weg hinter dem HĂŒgel, den ich schon bei den ersten Bildern aus anderer Perspektive zeigte.

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Der gekreuzigte Jesus ist hier hÀufig zu sehen.

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Ein fĂŒr mich unglaublicher und beeindruckender Augenblick, als ich diesen so starken Greifvogel mit seiner Schönheit und Kraft beobachten konnte!

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Im Wald angekommen, hÀngt die Zunge beim Hund an sich und bei Mine im Besonderen schon ein wenig raus. Es war total warm und die Hunde kannten wieder nur ein Tempo: rennen! Nee, stimmt nicht: MÀuschenbuddeln stand heute auch hoch im Kurs!

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Pilze…, so idyllisch!

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Aus dem Wald wieder raus… Hochsitz im Gegenlicht.

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Und sonntags werden auch die Haflinger vorgespannt. Wenn das nicht irgendwie typisch Freistaat ist, dann weiss ich es auch nicht?!

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Wir rennen mal wieder… 😉

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Hier der Beweis, dass die kleine Semmel taff dabei und gut gelaunt war.

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Am Ende der guten 2 – 2,5 Std.-Runde haben wir tatsĂ€chlich auch Hinweisschilder, bzw. Richtungsweiser entdeckt. 😉

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Und nochmal Zwergnase beim MĂ€useln – man beachte die Erdklumpen links und rechts im Bild. Was ein echter Terrier ist, der lĂ€sst es krachen! 😉

Wieder zurĂŒck fielen die Hunde nach einer anstĂ€ndigen Futterportion allerdings wie gehabt ins Koma. Spunk verzog sich wieder aufÂŽs PlĂŒmo, Mine aufÂŽs Sofa. So entschied ich mich, meine Hunde im Haus zu belassen und alleine zum Essen zu fahren. Bzw. hatte ich ja meine 37 Persönlichkeiten dabei und das wiederum war sehr gut, denn es hatten Zweie abgesagt, so dass mehr als genug an Essen da war und wir da ja nun irgendwie Abhilfe schaffen mussten.

Nach dem Essen und einer geballten Ladung Kultur mit netten Muskeln in Form von „Pink“, gingÂŽs zurĂŒck nach Tussenhausen, bzw. Zaisertshofen. Und wĂ€hrend andere Menschen mit dem Killen von MĂŒcken fĂŒr kein gutes Kama sorgen (*lach*), hab ich meines verbessert – jawoll ja! Mitten in der Nacht auf finsterster Landstraße hockte ein Hase, der sich erst genögtigt sah sich mal zu bewegen, als ich mit Tempo 20 auf ihn zuzockelte…! Ja, ja, im Freistaat hat man einfach die Ruhe weg!

Als ich dann also irgendwann wieder daheim aufschlug, begrĂŒssten mich zwei lachende Hunde, die gerne noch eine Runde drehen wollten. Genau genommen hatte sich Spunk wieder auf das PlĂŒmo gelegt nach der BegrĂŒssung und sich nen Ast gefreut, aber es kommt sehr unhöflich rĂŒber, wenn ich nun schreibe, dass ich meine Hunde nochmal vor die TĂŒr gezerrt habe. 😉 Auch dieser Gang hatte fĂŒr mich irgendwie was bewegendes, denn obwohl ich mitten in der Nacht ganz alleine durchÂŽs Dorf gelatscht bin und keiner mehr wach zu sein schien, gab es keine Sekunde, in der ich mich unwohl oder gar bedroht gefĂŒhlt hĂ€tte. Auch eine lang vermisste emotionale Geschichte, denn in der deutschen Großstadt – in der wir bekanntermassen ansonsten leben – verhĂ€lt sich das ja schon ein wenig anders und da gilt es aufzupassen. Hier passen höchstens die Hofkatzen auf und das einzige, was man hört, ist das Klimpern der Ketten der KĂŒhe in deren StĂ€llen. Einfach erstaunlich!

In diesem Sinne war es ein weiterer toller Tag und es wird Zeit, ins Bett zu gehen… GutÂŽs NĂ€chtle!

3. Tag

 

Philosophische Frage des Morgens: warum kriechen Nacktschnecken eigentlich auf Terrassen, wenn sie darauf sterben?

Sind die kleinen schwarzen Schnecken (die ich ursprĂŒnglich fĂŒr mutierte Hasenköttel hielt, bis ich die Schleimspur im Gegenlicht entdeckte) im Freistaat irgendwie verwirrt oder macht das evolutionsbiologisch einen Sinn? „Nur die Harten kommÂŽin Garten – die Weichen verrecken auf der Steinterrasse!“ – oder wie?!

Aber Leuts: wie cool ist das, auf der Terrasse zu stehen und im strahlenden Sonnenschein seinen Kaffee weg zu schlĂŒrfen?! Und wenn ich dabei den Nachbarn noch ganz geschĂ€ftig seine Wohnung durchsaugen höre, dann ist mein Urlaubsfeeling perfekt! *grins* Neben dem, dass mich die Nachbarn hier schon ein wenig beeindrucken, denn sie machen das Fenster ZU, wenn sie laut Musik hören wollen! Ganz im Gegensatz zu unserem eigentlichen Zuhause, in dem die Fenster extra aufgerissen werden, wĂ€hrend die BĂ€sse die Boxen schon fast zur Explosion zwingen – und nicht zuletzt meine Nerven. Es ist schon erstaunlich: wĂ€hrend man bei uns zu Hause nur noch das Martinshorn hört, vom Ordnungsamt kontrolliert wird und umgeben ist von Nachbarn, deren besten Freunde Jack, Jim und Aldi-Export heissen, habe ich hier noch nicht einmal eine Polizeiwache gesehen? Na gut, den BĂ€cker hab ich auch noch nicht gefunden… *schallend lach*. Aber mir ist auch noch kein Mensch betrunken oder stoned entgegengekommen. Vielmehr sind hier alle freundlich (wenn sie nicht gerade mit ihren Hunden uns ausweichen – eine völligst neue Erfahrung fĂŒr mich, die ich mal wirklich zu schĂ€tzen weiss!) und grĂŒĂŸen sogar. Das macht mir Mut, dass das Leben doch schön sein kann! 😉

 

Nachdem die Hunde gestern Abend tatsĂ€chlich nicht mehr laufen wollten und deutlich zeigten, dass sie kein Interesse mehr daran hatten, nochmal vor die TĂŒr zu gehen, schwĂ€chelt Spunk heute Morgen ein wenig. Wahrscheinlich hat sie zuviel Dung abbekommen?! *grins* Hier wird wirklich gerade gedĂŒngt, was der Mist, die Maschinen und die Felder hergeben! Aber ich stehe auf GĂŒlle! Jawoll ja! Wenn man so wie ich in einer deutschen Großstadt lebt, dann ist der Geruch von GĂŒlle quasi ParfĂŒm in meiner Nase… Und wenn man diesen Geruch stets und stĂ€ndig in der Nase hat, dann fĂ€lllt es gleich viel weniger auf und ins Gewicht, wenn die Hunde ihre Chance nutzen und sich drin kugeln. 😉

Jedenfalls ist Spunk heute Morgen angegriffen, sie musste sich schon ĂŒbergeben und hat so richtigen Durchfall. Jesses…, da wird es heute wohl nichts mit Kilometer langen Wanderungen. Glaube, es ist besser, wenn ich mal was ruhiger mache. Da passt es dann auch wieder, dass ich heute Abend zum Raclette – Essen eingeladen bin. Ich nehme dann auch extra meine 37 Persönlichkeiten im Komplettpaket mit, damit es ordentlich lange dauert. Zum einen soll das gut sein gegen unbeliebte GĂ€ste und zum anderen werden meine Hunde mir bestimmt dankbar sein, wenn ich sie mal ein wenig in Ruhe KrĂ€fte sammeln lasse. 😉

Heute morgen sind wir auch nur ne gute Stunde unterwegs gewesen (muss mal gucken, ob ich das in der Karte finde, wo wir gelaufen sind) und nach weiteren 1 – 5 Tassen Kaffee machen wir uns wieder auf den Weg…

 

 

 

 

2. Tag – Part II

GetrÀnk des Tages: Bitterlemon mit Eierlikör!

 

Heute Nachmittag haben wir das traute Tussenhausen mal verlassen und sind nach Buchloe gefahren. Dort sind wir erstmal einkaufen gegangen (und dabei schob doch glatt ein junger Mann mit unserem Einkaufswagen ab und wir mussten ihn quer durch den Laden verfolgen und auf frischer Tat ertappen *tsts*), um anschließend nach Landsberg am Lech zu fahren. Genau genommen sind wir gleich zum Lech… 😉 Tussenhausen 7631

Ein schöner Flecken Erde und fĂŒr die Naturliebhaber unter uns sei gesagt: ich bin zutiefst beeindruckt und fasziniert davon, dass man an einem Samstag, am Nachmittag und dann auch noch bei Sonnenschein so ruhig spazierengehen kann, ohne von anderen Menschen stĂ€ndig plattgewalzt oder bepöbelt zu werden. Es gibt sie also wahrhaftig und in Wirklichkeit: Ruhe und Frieden, Entspannung und Hundeleinen, die nur zur Zierde um den Hals hĂ€ngen.

Ich gebe einfach nochmal ein paar EindrĂŒcke hier raus, ohne Euch dabei dicht zu quatschen 😉 : Tussenhausen 7643

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Mine hatte ein Floss entdeckt und brachte es in Einzelteilen ans Ufer (Scherz ;)). 

Tussenhausen 7626Wobei auch Zwergnase einen wichtigen Stock-Job hatte. 

Tussenhausen 7635Spunk sagt nur „Wasser zu Wasser“…

Tussenhausen-7705.JPGAnschließend musste noch eine Runde auf dem Acker getanzt werden.

Tussenhausen-7712.JPGUm dann in Schafskacke zu baden und sich entsprechend zu parfĂŒmieren (ganz prickelnd: ich hatte auf dem RĂŒckweg noch gedacht, Spunk hĂ€tte die Heimfahrt doch nicht göbelfrei bewĂ€ltigt – dabei war es in diesem Fall ausnahmsweise der Hund an sich, der so streng roch…).

 

Schließlich gingÂŽs wieder zurĂŒck nach Bochloe, wo wir direkt die nĂ€chste Runde starteten. In Buchloe haben wir Smilla und BĂ€r abgeholt, haben gemeinsam Berner Sennenhunde und JR-Terrier in die Flucht geschlagen und haben das tiefe Einatmen geĂŒbt. 😉 Insgesamt sind wir heute alleine nur am Nachmittag round about 4 Stunden am StĂŒck gelaufen!

Die nĂ€chste Lektion war dann: nicht nur tief Einatmen ĂŒben, sondern perfektionieren! Mein Patenhund BĂ€r ist einfach einer der geilsten Köter, die ich kenne!

Nachdem der Bauch spĂ€ter voll Nudelauflauf war (Danke Sista, so geil!), gingÂŽs zurĂŒck nach Zaisertshofen. Die Hunde liegen im Koma. Spunk hat sich schon ins Schlafzimmer vekrĂŒmelt, damit ich nicht auf die Idee komme, jetzt nochmal raus zu wollen und Mine liegt schnarchend auf dem RĂŒcken auf dem Sofa und hat auch keine Fragen mehr… 😉

Und wenn ich hier nicht so wahnsinnig lange brauchen wĂŒrde, weil das Programm und ich uns net so vertragen beim Formatieren, dann wĂŒrde ich nicht schon derweilen zwei Eierlikör-Lemon weggezwitschert haben und nicht nur nebenbei „Der Alte“ im TV schauen (das ist doch Kult!), sondern auch mal was davon mitbekommen… *lach*

So, Feierabend fĂŒr heute… 😉 *Drink Nr. 3 – ich komme!*

2. Tag in Tussenhausen

Klaro, dass ich heute Morgen viel lÀnger geschlafen habe, als ich es wollte oder?!

Und hier nun den Beweis, dass es Tussenhausen wirklich gibt – das Ortseingangsschild:

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Unschwer zu erkennen, sind wir genau genommen in Zaisertshofen. Aber das gehört zu Tussenhausen, jawoll ja!

Leider ist es heute bewölkt und regnerisch, aber das tut unserer Laune keinen Abbruch… 😉

Und bedingt dadurch, dass wir so lange geschlafen haben, sind wir doch noch nicht auf großer Wanderung gewesen, sondern haben mal die andere Seite zur Abendrunde getestet. Dort kommt man aber nicht weit, weil die Wege „lediglich“ zu den Feldern der Bauern oder zu deren Höfen fĂŒhren.

Kleine Impressionen:

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Vom HĂŒgel aus … etwas diesig.

Links vom Betrachter aus liegt Zaisertshofen.

Den Weg dort rechts im Bild sind wir gestern Abend hoch gelaufen.

Mine und Spunk haben Spass im nassen Gras und rennen wieder…., sie rennen, rennen, rennen:

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Mit Spass inne Backen… 😉 IMG 7507

Und darauf freuen sich die Beiden schon besonders: es wird wieder ordentlich GĂŒlle aufÂŽs Feld gebracht:

IMG 7549 Auf dem RĂŒcckweg hatte ich schon alle HĂ€nde voll zu tun, Mine davon abzuhalten dorthin zu rennen und nen ordentliches „Bad“ zu nehmen! 😉

 

IMG 7544  Und sie rennen weiter…

Nochmal den HĂŒgel erklommen, erstmal schubbern: IMG 7520

Und eines noch: auch hier wird am Samstag – wie es sich gehört – das Auto gewaschen! *schallend lach* Ich habÂŽs mit eigenen Augen gesehen!

1. Tag in Tussenhausen

Einen besseren Start hÀtten wir gar nicht haben können!

Nach runden 1,5 – 2 Std. Schlaf ging es morgens um 5.oo Uhr aus dem Bett, um 6.oo Uhr nochmal kurz in den Park und dann um 6.3o Uhr auf die Bahn. Um exakt 10:03 Uhr hörte ich das erste Mal im Radio das Wort „FREISTAAT“ (nachdem ich endlich Antenne Bayern gefunden hatte – irgendwie heisst hier jeder Sender Bayern 1, Bayern 2, Bayern 3…)! 😉

Um 13.oo Uhr waren wir schon am Zielort – sind also super gut durchgekommen. Außerdem war der kleine Hund dieses mal sehr gut gedoped (wir sind tatsĂ€chlich göbelfrei hier angekommen!) und der große Hund schlĂ€ft eh wĂ€hrend der Fahrt.

Nachdem ich die Hausnummer unserer Bleibe fĂŒr die nĂ€chsten Tage gefunden hatte, gingÂŽs gleich weiter: ab in den Naturpark – Westliche WĂ€lder! Gucken kann man ja schon mal… 😉

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Unglaublich: nachdem wir die letzten Monate schon fast als paranoid hĂ€tten gelten können, weil wir bei uns zu Hause stets und stĂ€ndig aufpassen mĂŒssen, dass uns das Ordnungsamt nicht erwischt, wenn wir die Hunde frei laufen lassen, so konnte ich hier die Leinen gleich komplett weglassen und der Förster grĂŒĂŸte sogar noch freundlich, als er an uns vorbei kam! *staun*

Nach ner Stunde sind wir zurĂŒck, schließlich waren wir mit den Lieben zur SchlĂŒsselĂŒbergabe verabredet… *mal eben rĂŒberwink*.

Jau, nen bißl schnacken, den Kaffee-Blutspiegel wieder auffĂŒllen… und gleich ging es wieder raus.

Und eines schwöre ich Euch: morgen mache ich ein Foto vom Ortseingangsschild, denn wer es immer noch nicht glauben mag, dass es Tussenhausen gibt, der wird morgen eines besseren belehrt. 😉

Wir sind direkt zu Fuss gestartet und das ist unglaublich, einfach der Hammer: hinter dem Haus erstrecken sich kilometerlange Wege! Soooo schön! Und ich sehe es schon kommen: meine Wanderkarte wird doch nicht so genutzt wie ich es geplant habe, weil wir gesehen haben, dass man auch zu Fuss in den Wald kommt. Nur…, ich befĂŒrchte, dort wird es nicht so gut ausgeschildert sein. Wie gut, dass ich meinen „Telefonjoker“ habe, sollten wir mal so gar nicht zurĂŒck finden… – Ă€h, nee, selbstverstĂ€ndlich erkunden wir dann nur neue Wege und haben ein wenig die Zeit aus den Augen verloren! 😉

Schade, dass ich heute Abend meine Cam nicht dabei hatte, denn eigentlich wollten wir ja keine soooogroße Runde machen, sondern uns nur mal umschauen. O.k., es ist doch ein wenig lĂ€nger geworden und wir haben es gerade vor Einbruch der Dunkelheit geschafft, wieder nach Hause zu kommen.

Aber ich sage Euch: hier laufen schon auch komische Menschen rum *lach*! Da warten scheints Menschen an Kreuzungen auf uns, die wir gar nicht kennen und auch hier hört man sie: die verzweifelten Hundehalter, die scheintÂŽs probieren ihren Hund zu erziehen. Mitten in der Einöde, auf einer Anhöhe den Ausblick geniessend, hörte ich nur immer wieder „Nein! Nein! Nein!“. Noch ehe ich sie sah, wusste ich schon was kommt. Zu gut!

 

Und wenn hier irgendwer das liest, der aus dem FREISTAAT kommt und sich mit den hiesigen Feld- und Flur – Gesetzen auskennt: dĂŒrfen die Hunde nun ĂŒber die Wiesen laufen oder nicht?

Meine Hunde, die derweilen nur noch große weite Welt sahen und rannten, rannten, rannten, habe ich anfangs noch jedes Mal zurĂŒck geholt. Doch irgendwann hab ich gedacht: entweder, es ist ok und wir können einfach laufen oder es ist nicht ok und wir bekommen einen Einlauf vom hiesigen Bauern. Aber es kam niemand mit einer Mistforke ums Eck, so dass ich meine Hunde rennen liess. Die liegen nun sichtlich geplĂ€ttet komatös im Eck (nee, ist klar, dass Spunk auf dem Ölbett-PlĂŒmo liegt oder?! Schliesslich geht sie ja nicht ins Bett *grins*).

 

Und ich werde jetzt auch mal Feierabend machen… Froh, hier zu sein, aber nun auch merklich erschöpft, möchte ich aber noch mein Lieblingswort des Tages loswerden:

Dinkelscherben! Ist das mal ein genialer Name fĂŒr einen Ort? Ich hau mich wech… DINKELSCHERBEN!