6. Tag – Part II

 

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Nach dem erfolgreichen Einkauf und einer schnellen Kaffeepause, machten wir uns direkt wieder auf den Weg. Irgendwie kommen wir aus dieser Ecke nicht raus, denn wir können uns gar nicht „sattlaufen“ und was braucht es längere Anreisewege, wenn die Landschaft hier so klasse ist und wir noch längst nicht alles erkundet haben?

Ich sag nur „Hummelberg“. 😉

Und Ihr erinnert Euch an das Güllefeld, welches der Bauer extra für meine Hunde frisch belegt hatte? Jahaaa, dieses Mal hab ich mir gedacht, ich wäre kleverer und habe die Hunde kurzfristig an die Leine genommen (mir stand zu dem Zeitpunkt nicht so sehr der Sinn danach, Spunk wieder im Wasserloch waschen zu müssen). Kein Problem, wir liefen an dem Feld vorbei und ich klinkte meine Hunde wieder ab. Da nahmen sie die Nasen in die Luft und rannten mit einem noch breiteren Grinsen los. Ich hätte es besser wissen müssen: was braucht man schon den Gülleacker von gestern, wenn die Bauern hier vor Ort so nett sind und stets und ständig für neue frische Badefelder sorgen?! Ich hatte noch nicht einmal eingeatmet, da sah ich meine beiden Nasen schon mittendrin ihre Pocke ordentlich schubbern und kugeln! Suuuuuuuuuper, ich brauche auch nicht zu erwähnen, dass das Güllebad am Tag zuvor eine wahre Lachnummer im Verhältnis zu diesem Bad war?! Ich schwöre Euch: ich habe noch nie dermaßen viel Gülle auf meinen Hunden gesehen und ich glaube, man konnte uns bis nach Hamburg gegen den Wind riechen?! Na Hallelulja! Davon ab, hab ich – glaub ich – in meinem ganzen Leben noch nicht soviel Gülle gerochen…., quasi alles riecht nach Gülle. Ich muss gerade an diese Story denken, bei der sich der Mann am Tag 1 noch unglaublich über den Schnee freut und am 11. Tag knallt er durch und redet mit seinen imaginären Freunden… *lach*.

Wir sind zunächst ein ganzes Stück den Radwanderweg Richtung Mörgen gelaufen und haben uns schließlich irgendwann rechts hoch Richtung Wald geschlagen. Es gab keinen offiziellen Weg und so liefen wir querfeldein, zunächst auf Treckerspuren und dann immer mehr durch „Dickicht“. Meine Hunde sind derweilen sowas von „güllestoned“, dass sie noch nicht einmal rafften, dass direkt neben mir ein Stück Wild hochging… Oder aber, sie dachten sich „Och nü…, lass das Vieh mal laufen, wir sparen unsere Kräfte!“? So stiefelten wir weiter und irgendwann als ich mich umdrehte, war Spunk weg. Verschollen zwischen Brennesseln und Dornen. „Stümmelchen“ gab wirklich alles, lief ein ganzes Stück den Weg zurück um zu versuchen, auf der anderen Spur weiter zu kommen – nix. Irgendwann stand sie nur da mit wirrem Haar, Pfote angewinkelt und schaute mich mit großen Kugelaugen an. Neeeeeeee, sie glaubte doch nicht allen ernstes, dass ich sie da drüber weg trage?! Never ever – ich meine, ich stinke selbst zwar schon nach Gülle, aber man muss es ja nicht übertreiben und dann auch noch diesen tropfenden Hund an meine Jacke pressen?! Ich fragte sie, was sie eigentlich für ein Terrier sei, dass sie bestimmt eine Mogelpackung ist und dann machte ich ihr Schritt für Schritt den Weg frei, in dem ich mit den Füssen Brennessel und Dornen möglichst platt auf den Boden drückte und sie Zentimeter für Zentimeter meinen Füssen folgte. Na bitte, das hatten wir geschafft und Spunks Selbstbewusstsein stieg wieder. Pffffffffffff, Terrier: dann haben sie wieder die Rute auf den Rücken gedreht und fühlen sich als Helden der Welt *Koppschüttel*.

Nachdem wir uns eine ganze Weile quer durch „geschlagen“ hatten, kamen wir wieder … drei Mal dürft Ihr Raten …: auf den Wanderweg „Angelberger Forst“! Blick vom Waldrand aus (weiter rechts liegt Zaisertshofen, ist quasi vom linken Zipfel – aus Sicht des Fotografens – des Waldes aufgenommen): 

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Man kann ihm nicht entkommen *grins*! Wobei das nicht verkehrt war, denn so konnte ich dieses Mal beide Hunde im Wasserloch abwaschen und ich konnte die Zeit ein wenig besser einschätzen. Wir waren nämlich schon eine ganze Weile unterwegs und ich hatte doch noch am Abend das Pizzaessen. Also sind wir so langsam zurück…

Spunk meinte, wir hätten heute bestimmt 1000 km gemacht (sie kann nicht rechnen), während Mine meinte, dass das gar nicht genug gewesen sei und auch gar nicht heim wollte.

Dieser Hund ist eh nur noch bekloppt unterwegs und ich glaube, die könnte jetzt auch 30 km am Tag laufen und würde noch immer nicht heim wollen?! Die ist nur noch jeck und hat sich sehr schnell an die neue Freiheit und vor allem an die herrliche Sicht gewöhnt, denn es macht ihr jetzt auch nichts mehr aus, wenn wir eine Feldlänge Vorsprung haben, ehe sie mal von ihrem Mauseloch ablässt. 😉 Im Wald allerdings läuft sie unaufgefordert die ganze Zeit neben mir – sehr praktisch.

Ich glaube, dass wir an diesem Nachmittag round about 10 km gelaufen sind… Eigentlich ist das ja nicht wirklich viel, insgesamt dürften wir gestern um die 15 km gemacht haben. Aber gemessen daran, dass die Hunde ja die Wege nicht nur einmal laufen und sich zwischendurch auch noch weiter verausgaben mit Buddeln & Co…, scheint es zu reichen. Spunk ist schon sichtlich fertig. Zuhause angekommen, ward sie nach dem Abendessen nicht mehr zu sehen und begrüßte mich noch nicht einmal, als ich vom Pizzaessen heim kam. Prinzessin lässt sich nämlich begrüssen! Mir selbst blieb nach der Heimkunft auch nur noch Zeit, den Platzhalter zu platzieren, mich umzuziehen (Gülle lässt grüssen) und mich erneut auf den Weg zu machen. Die Hunde blieben hier… 😉

Am Abend gab es die besagte Pizza. Habt Ihr schonmal Girospizza gegessen? Die ist so ekelig, dass sie schon wieder gut ist und sie kam sowas von genau richtig, denn vor lauter Laufen und Einkaufen kam ich noch gar nicht richtig zum Essen.

Unsere Nachtrunde haben wir – wie jeden Abend – durch´s Dorf gedreht und ich sach ja: Hermine ist bekloppt. Selbst nachts möchte sie laufen, laufen, laufen… Aber ne, da bin ich hart wie Butter: ne kleine Runde durch´s Dorf muss reichen! Und dabei habe ich auch den Metzger gefunden. *Lach* Bäcker und Metzger, beides an einem Tag, unglaublich! Ich bin schon ein paar Mal an dem Metzger vorbei, aber der ist so unscheinbar, dass der Laden mehr aussieht, als wäre da ein Quelle-Shop brach gelegt worden. 😉 Dafür haben wir ein Eurostück vor dem Eingang des Metzgers gefunden. Spunk meinte, dafür solle ich Ihr 500 Bockwürstchen kaufen. ;))

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6. Tag

So, wie versprochen folgt hier jetzt was zu unserem 6. Tag im Freistaat. 🙂

Wie weit ich allerdings komme, wird sich noch zeigen, denn schon wieder haben wir es 00:30 Uhr und es gibt viel zu erzählen…

Am Morgen haben wir wieder einmal verpennt (wen wundert es noch, aber ist doch schön, wenn man endlich mal so richtig schlafen kann, gell?!). Dafür sind wir aber gleich zu einer großen Runde aufgebrochen. Nach nem anschließenden Kaffee  wollte ich mich erneut auf den Weg machen und ein wenig was einkaufen – unter anderem neue Schlappen. So ganz schlappenlos ist nämlich auch nicht so dolle und zu Hause (Ihr wisst schon: da, wo wir sonst eigentlich leben), hab ich ja auch keine mehr, weil sie einer Reinigungsaktion zum Opfer fielen…

Tante G. hat mir gesagt, dass es hier im Ort eine Sparkasse geben würde, alle anderen Andressen waren schon auf dem Zettel für Gaby (meine Navigationshilfe im Auto) aufgeschrieben und da die Hunde schon wieder im „Abenteuermodus“ waren, hab ich sie einfach mitgenommen. Ja Hallelulja – ich habe Spunks Brechzentrum mal so richtig ausgereizt, aber sie hielt wacker aus und war selbst nach zwei Stunden und vielen, vielen Stops und Kurven noch göbelfrei – wunderbar! Ein Hund, der hier ans Autofahren gewöhnt wird, der wird sicher ohne Probleme sein Leben im Auto verbringen können! 😉

Jedenfalls waren wir auf der Suche nach der besagten Sparkasse und was wir fanden, waren die Schraubenspuren an der Hauswand, denn die Sparkasse gab es schon lange nicht mehr…  – dafür haben wir aber den Bäcker gefunden, unglaublich! Gut, vorausschauend wie wir waren, hatte ich mir auch direkt die Sparkassenadresse in Mindelheim aufgeschrieben. Das war nämlich unser Einkaufsziel: Mindelheim. Auf dem Weg dorthin kamen wir durch Tussenhausen durch und ich sah zur Linken eine Sparkasse, reagierte mal angemessen schnell, nutzte die Chance und fuhr direkt an die Seite. Und ehe ich mich versah, stand ich auf dem Marktplatz von Tussenhausen! Hej, wie schräg ist das?! Ich habe auf dem MARKTPLATZ geparkt und das ist hier offensichtlich weder was besonderes noch untersagt, im Gegenteil. Ich für meinen Teil hatte dadurch schon wieder ein weiteres Highlight, denn ich finde das jetzt echt gerade mal unfassbar… Würde ich in der dt. Großstadt auf dem Marktplatz parken, dann würde ich schon nen Strafzettel haben, noch ehe ich die Autotür zum Aussteigen geöffnet hätte. Ja, im Freistaat sind solche Dinge wirklich möglich! Nachdem wir dieses also erfolgreich bewältigt hatten, ging es auf direktem Weg weiter nach Mindelheim.

In Mindelheim brachte ich erstmal eine Schuhverkäuferin ins Schwitzen, aber es war nichts zu machen: die Schlappen die ich haben wollte, gab es nicht in meiner Größe. Aber echt praktisch war, dass ich direkt im Industriegebiet gelandet war, wo es einiges an Geschäften gab. Also ab ins Einkaufszentrum, aber auch da waren keine passenden Schlappen zu bekommen. Derweilen hatte ich sämtliche Sprachhemmungen verloren und schmetterte der Verkäuferin des Bäckers ein munteres „Grüss Gott!“ entgegen. Einige unter uns meinten, damit hätte ich mich gleich geoutet, denn mein „Grüss Gott“ würde noch immer viel zu hochdeutsch klingen – ach watt! *grins* Also, ab weiter zum nächsten Schuhgeschäft (ca. 150 Meter Luftlinie) und TaTaaaaaaaaaaaaaaaaa, ich habe MEINE SUPERSCHLAPPEN bekommen:

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Und ich will jetzt auch nichts hören, vonwegen „Urgs, mit Plüsch“ oder sowas wie „mädchenhaft“, denn die sind sowas von super! Nicht nur super bequem, sondern auch warm und weich und während andere jetzt mit dicken Socken oder gar kalten Füsse dahocken, habe ich diese super muckeligen Schlappen an (und bin sogar barfuss dadrin und habe ganz warme Füsse!) und empfinde sowas wie Lebensqualität *eifrig nick und grins*! Und nen Fitsch waren sie auch… – jawoll ja!

So, dann also noch ran an den Supermarkt, denn Superschlappen alleine bringen meinen Kaffeespiegel leider auch nicht ins Lot und machen auch nicht satt. Guddi, ab in den Laden mit dem großen „A“ und Holla, ich bin erstaunt: alles sauber, es gab sogar eine Bioecke und frisches Gemüse und alles! *staun* Kurz ein paar Sachen eingepackt und wieder ab nach Zaisertshofen. Und der Rückweg war viel kürzer als der Hinweg, weil ich Pappnase die Gaby nach der Sparkassensuche viel zu spät anmachte und entsprechend einen Bogen gefahren hatte. Da konnte sie jetzt auch gerade mal nicht wirklich was für, denn gabyhaft quakte sie immer, ich solle doch jetzt rechts fahren – ich hab mich aber verweigert, weil ich nicht quer über nen Acker fahren mag, nee, das mach ich nicht!

Zwei Stunden später standen wir wieder auf dem Hof und meine Hunde staunten nicht schlecht, als ich die Tür aufmachte und sie wieder dort waren, wo sie auch eingestiegen sind – hatten sie doch eigentlich gedacht, wir fahren zum Laufen irgendwo hin *räusper*.

Nach einem erneuten Kaffee starteten wir eine weitere Laufrunde – mit der wir (dieses schonmal vorweg genommen) sicherlich unsere bisher längste Runde hatten und einige Kilometer liefen. Davon berichte ich aber dann doch erst morgen. Genau genommen einfach nur später, denn „morgen“ haben wir ja schon mit 1:20 Uhr in der Nacht (ich gebe es zu: ich hab ne kurze Schreibpause zwischendurch eingelegt…) und wenn ich nicht wieder total verpennen will, dann sollte ich mich jetzt mal Richtung Schlafzimmer begeben.

Gut´s Nächtle….

Noch eine kleine Schlussbemerkung: wir haben heute unseren Aufenthalt hier „offiziell“ um eine Woche verlängert, denn jetzt gar am Freitag zurück zu müssen, geht gerade mal so gar nicht…!

5. Tag – Part II

Das Wetter schlug dann doch noch um, so dass es regnete als wir losliefen. Das machte uns aber gar nichts, denn eine Menge Spass hatten wir trotzdem. Und wenn sonst schon wenig Leute bei schönem Wetter unterwegs sind, so ist bei schlechterem Wetter gar niemand außer uns und einem Förster unterwegs. Das nenn ich wirklich genial!

Der Förster stand plötzlich da, erfreute sich am Anblick meiner Hunde und ich muss mir endlich angewöhnen „Grüß Gott“ anstatt „Guten Tag“ zu sagen, dann fallen wir hier gar nimmer auf. 😉

Wir entschieden uns, wieder zu Fuß vom Haus aus zu starten und liefen zunächst quer durch – oder sagt man drüber? – den Hummelberg. Wir waren gerade mal round about 500 Meter weit gekommen, als ein Bauer es ganz gut mit meinen Nasen meinte und ganz frisch – quasi exclusiv für meine Köter, wenn das nicht mal nett ist! – Gülle aufs Feld gebracht hatte. Uhi, so schnell konnte ich gar nicht gucken, da lagen meine Hunde schon drin und badeten eine Runde. Spunk war definitiv schwarz, bei Hermine fiel das jetzt net so auf…, aber ich sage Euch: die hatten einen Spass! Mit zwei richtigen Grinsehunden bin ich weiter querfeldein und oben in den Wald rein. Es gab zwar keinen offiziellen Weg, aber immer der Nase nach und am Rand lang, stießen wir schließlich wieder auf den Wanderweg „Um den Angelberger Forst“ und liefen den Weg ein ganzes Stück entgegengesetzt der gestrigen Laufrichtung.

Spunk steckte ich erst einmal in ein Wasserloch und wusch den miesesten Güllekrams aus dem Fell… Daraufhin bekam sie einen „Raser“ rein und rannte was die kleinen Beine hergaben kreuz und quer und schien auf Dope zu sein. Während es bei Spunk nur immer so aussieht, als wäre sie auf Dope, ist das bei Hermine definitiv der Fall und wenn wir irgendwann mal wieder nach Hause fahren, dann kann ich sie bei der anonymen Selbsthilfegruppe „Die Mäusekiller“ oder auch „Die unter Laufzwang – Leidenden“ anmelden. Dieser Hund ist völligst verrückt geworden…! Das Schöne ist, dass sie einfach machen und sich mal so richtig austoben kann. Kein Wunder, dass sie dann ins Koma fällt, wenn sie zur Ruhe kommt.

Jedenfalls sind wir dann irgendwann aus dem Wald wieder raus und quer durch die Felder zurück gelaufen. Und da ich heute keine Cam bei hatte und wir auch nur eine kleine „Waschpause“ eingelegt hatten, habe ich auf dem Weg ausgerechnet, dass wir so ca. 5 – 6 km die Stunde machen dürften hier in der Gegend, wenn wir so laufen. Ob das realistisch ist? Keine Ahnung. Aber wenn man jetzt davon ausgeht, dass wir gestern für die ausgewiesene Wanderstrecke mit Fotos machen 1,5 Std. brauchten, dann brauchen wir ohne Fotos machen ne Std. ungefähr. Und da wir heute nachmittag auch so ca. 1,5 Std. gelaufen sind, können wir davon ausgehen, dass wir wieder so ungefähr die gleiche Kilometeranzahl (und nen bißl mehr) hatten. Hm… Letzten Ende ist es auch wurscht , denn wenn ich das mal so vom Tag zusammen rechne, dann rennen die beiden Nasen schon ziemliche viele Kilometer ab…

Als wir wieder daheim waren, staunte ich nicht schlecht, denn hier im Haus brach ein Streit zwischen zwei Parteien aus. Ich musste teilweise echt lachen, weil ich mir vorkam wie in der dt. Großstadt, so wie ich da stand und darauf wartete, dass die sich noch die Türen an den Kopp hauen! Das Ganze so richtig klassisch (nur halt im bayrischen Dialekt *lach*): der eine beschuldigte den anderen, er würde immer klopfen, der andere bestritt dieses und last but not least hat die Frau des einen die andere als „******“  (zensiert, binsch doch anständig, gell?! ;)) bezeichnet. Wenigstens konnte ich nun das Geräusch des nachmittags zuordnen. Es summte hier nämlich immer wieder zwischendurch und ich hatte keine Ahnung, was das sein sollte. Es stellte sich heraus, dass das die Klingel sind und sich wohl die Nachbarn schon etwas länger streiten wollten, so dass sie immer wieder anschellten. Jo…, jeder braucht nen Hobby oder wie war das?!

Auf einen klingelfreien Abend…!

 

5. Tag

Erkenntnis (von gestern Abend übrig geblieben): Gehe nicht mit Stoffschlappen mitten in der Nacht auf eine Rasenfläche, wenn du nicht erkennen kannst, was sich auf eben dieser befindet!

Das hat nämlich zur Folge, dass du die Stoffschlappen direkt im Anchluss in die Tonne kloppen kannst, weil an den Sohlen etwas dranklebt, von dem du gar nicht wirklich wissen möchtest, was es ist… *urgs*! Jo, nun bin ich also schlappenlos, quasi.

Und während ich heute morgen loslief und dachte „Brrr, wird bestimmt was kühler heute!“, konnte ich vorhin doch wieder im T-Shirt auf der Terrasse stehen und meinen Kaffee schlürfen. Und als ich zunächst dachte, dass die Schnecken hier wirklich suizidal veranlagt sind, hab ich mal genauer hingeschaut und festgestellt, wie ästhetisch sie eigentlich sind. Jawohl! Dieses Mal war es ein etwas größeres Modell und braun. Ich glaube, sie wollte Freundschaft schließen… *lach* Aber guckt mal, die sind doch eigentlich richtig schön oder?!

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Und ist eigentlich schonmal jemandem aufgefallen, dass hier selbst diese Stopper für die Fensterklappen bis ins Detail ausgearbeitet sind und sich perfekt in das Gesamtbild fügen? Ich bin begeistert. Das nenne ich mal „Liebe zum Detail“!

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Darauf brauch ich doch erstmal glatt nen weiteren Kaffee und dann überlegen wir uns, wo und was wir heute lauftechnisch bewältigen können und wollen… 😉

Heute morgen sind wir übrigens nicht ganz so weit gelaufen. Spunk hatte sich mal wieder übergeben und ich fand es gerade viel spannender und so klasse, dass ich quer durch die Felder laufen kann, ohne dass mich gleich jemand anschnauzt oder gar mit der Mistforke verfolgt.  *schallend lach*

4. Tag – Part II

 

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Da ich heute Mittag ein wenig müder und schlapper war als die letzten Tage, wollte ich mir den Luxus eines kleinen Mittagschläfchens gönnen… Gepaart mit Hermines extremen Kuschelbedürfniss heute, passte es perfekt überein und wir packten uns ins Bett. Tja, wer tief und fest gepennt hat war mein Hund, denn bei ihrem Schnarchen kriegte ich gerade mal keinen Schlaf! *Augen roll* Und nachdem der Nachbar dann auch noch seine elektrische Säge anwarf (die ist aber man gerade nen Witz gegen die Kirchenglocken und dem nervigen Klüngelkerl der alle Nasen lang die deutsche Großstadt terrorisiert), konnte ich ebenso gut wieder aufstehen und erneut loslaufen.;)

Damit die Investition des Wanderplans nicht vergebens war, hab ich mir heute also mal den ersten offiziellen Wanderweg des Naturparks Augsburg rausgesucht. Der hatte den wohlklingenden Namen „Rundum im Angelberger Forst“ und war laut Karte 5 km lang, laut Wegweiser 6 km. Ob nun 5 oder 6 km, wen juckt es? Ich wollte erstmal klein anfangen. Wie gut, dass ich so gar kein Gespühr für km habe, denn wenn ich gewusst hätte, dass die Runde gerade mal 1,5 Std. dauern würde und davon auch noch einiges an Zeit für´s Fotografieren abzuziehen ist, hätte ich mir gleich einen längeren rausgesucht. SO wird das gerade mal nichts mit besseren Muskeln neben den Schienbeinen, gell?! Na ja, man kann nicht alles haben und für die Insider: Nein, ich fange NICHT auch noch mit dem Spinning an! *schallend lach*

Darüber hinaus musste ich feststellen, dass ich bereits Teile der Strecke kannte! Der Laie staunt und der Fachmann wundert sich… Ich hatte doch geschrieben, dass man auch zu Fuß in den Wald kommt? Jo, und genau dort kommt man dann eben hin…, auf den Wanderweg „Rundum im Angelberger Forst“. Somit ist auch geklärt, dass ich ansonsten in Zaisertshofen, Ziegelstadel und Hummelberg unterwegs war / bin. Guck mal einer an! 😉

Aber um jetzt mal auf die Wanderung (naja, sagen wir lieber den Mittagsspaziergang) zu kommen: Wir starteten vom Wanderparkplatz aus (an dem wir auch am ersten Tag unserer Ankunft schonmal waren und nen Stück liefen) und folgten dieser Beschilderung: ->

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Gerade, dass wir losgegangen waren, spannte sich Hermine an und sah in den Wald. Als ich ihrem Blick folgte, traf ich die Großmutter von Rotkäppchen! Rotkäppchens Großmutter trägt allerdings ein lilafarbenes Kopftuch, das graue Haar schaut wohlgelockt darunter hervor und sie hat einen farblich abgestimmten Kittel an. Und aus dem Korb wurde im laufe der Zeit ein Plastikeimer, mit dem sie Beeren sammelte.

Der Weg führt wirklich so quer durch und ist schön zu laufen. Zunächst kamen wir also an bekannte Orte und Mine hatte wieder nur eines im Kopf: laufen, laufen, laufen. Tussenhausen 8031

So liefen wir und ich tüdelte neben der Bewunderung für Natur und Wald an der Digicam rum, denn wer die richtigen Einstellungen wählt, der kann da sicherlich auch herrliche Fotos machen. Ich konnte es offenbar nicht wirklich, weil die meisten Fotos nichts wurden… Nach dem Treffen mit Rotkäppchens Großmutter begegneten wir gerade mal zwei Menschen, die mit ihrem Bike unterwegs waren – ansonsten wieder herrliche Ruhe und die Hunde waren die ganze Zeit offline. Und dabei zeigte sich, dass die Beiden wirklich die perfekten Wanderbegleithunde sind, denn sie drehen sich alle paar Meter zu mir um, so konnte ich weiter an der Camera rumfummeln *lach*. Spunk wurde aber irgendwann auch mal ein wenig ungeduldiger:Tussenhausen 8054

„Jetzt mach doch mal hinneeeeeeeeeeeee…!“

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Da gehen wunderbare Wege links und rechts ab.., hinein ins Dunkle. 😉 Aber ich hab mich zusammen gerissen und bin nicht vom Hauptweg abgewichen. Wenn man schon für 5 oder 6 km einen solch wohlklingenden Namen hat, dann soll man dem auch Gebühr zollen als Wanderer, gell?!

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Kommt im Kleinen jetzt nicht so gut rüber, aber zwischen den Bäumen hat man immer wieder sehr schöne Ausblicke…

Irgendwann hab ich die Cam dann in meinen Rucksack gesteckt, denn meine Halsmuskeln verkrampften sich zunehmend und ausserdem wollte ich mal mehr links und rechts schauen und nicht nur aufs Display… 😉

Aber dann – so ziemlich zum Ende des Weges und somit an der Stelle, an der ich am Freitag nach der Anreise war – lag mitten auf dem Weg dieses hier:

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Für diejenigen unter uns, die jetzt nicht in einer deutschen Großstadt leben und gar nicht wissen, was das ist, hab ich es extra nochmal umgedreht:

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So, so… Hatte das jemand „einfach“ verloren? Fühlte sich derjenige bedroht oder wurde er gar bedroht? Unweigerlich musste ich an die sms denken, die ich am besagten Ankunftstag ca. 50 – 100 Meter von dieser Stelle entfernt mit meiner Sista gewechselt hatte. Die hab ich sogar noch auf dem Handy und ich erlaube mir mal, diese hier zu zitieren:

Sms von mir, am 03.09.10 um 13:34 Uhr „Wie geil ist das denn: hier grüssen sogar die Förster! … Und was sind das hier für Rufe im Wald? Jagd, Tote, Serienkiller, wilde Tiere?“

Antwort von meiner Sista, am 03.09.10 um 13:38 Uhr: “ … Was für Geräusche meinst Du? Ich hör immer nur normale Waldgeräusche. …“

Also, wenn jetzt ein Blogleser aus dieser Region was in der Zeitung liest, dass irgendwas an Vorfällen war: ich hab extra die Uhrzeiten dazu geschrieben und Ihr braucht mich einfach nur zu kontaktieren. 😉

Die wohl einfachste Erklärung ist die, dass jemand meinte, sich gegen eine Wildschweinrotte damit wehren zu können und es im Eifer des Gefechts verloren hat… *schallend lach*! Genauso müssen Ideen für Krimis entstehen oder?

Wir liefen also weiter zurück zum Auto und trafen erneut auf Rotkäppchens Großmutter, die noch immer am Beeren sammeln war und keinerlei Notiz von uns nahm.

Das war also unsere erste offizielle Wanderung, die kleiner ausfiel als gedacht, was dem Ganzen aber keinen Abbruch verlieh und wir entspannen hier einfach nochmal nen bißl weiter…

4. Tag

Begrüssung des Morgens: „Die Zwei sind auch wieder unterwegs!“ (ich hab´s direkt ins Hochdeutsche übersetzt, für die Nicht-Bayern unter uns ;)).

Wir bleiben nicht unentdeckt im Dorf, aber dieses durchweg positiv! Bisher haben wir einen ganz entspannten und ruhigen Tag und genießen einfach nur. Tussenhausen-7774.JPG

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Unsere Vormittagsrunde verlief auf dem Rückweg wieder durchs Dorf. Das war zwar nicht so geplant, kommt aber eben davon, wenn man meint, der Weg sähe so nett aus, dass man ihn auch mal gehen könnte. 😉 Und so kam es, dass wir den zweiten Morgen in Folge durch eine Straße gingen, wo man uns wieder erkannte und freundlich die Hunde kommentierte.

Spunk hat sich schnell hier eingelebt und sich so sehr daran gewöhnt, dass wir unsere Ruhe beim Laufen haben, dass sie sogar jetzt andere Spaziergänger kurz meldet – ich sach ja: das perfekte Ortungssystem auf 4 Pfoten! 😉 Mine ist derweilen so sehr mit rennen, Mäuschenbuddel und Gülle beschäftigt, dass sie selbst vom Pöbeln absieht, wenn uns denn dann mal einer entgegenkommt mit Hund.

Datt Leben kann echt schön sein!

 

 

 

3. Tag – Part II

Spunks Magen – Darm – Problem hielt dHsD nicht lange an und so war sie wieder fit dabei und begeistert, als ich es mittags nicht mehr aushielt und einfach raus musste. Die Sonne strahlte vom Himmel und wir (= Mine und ich, insbesondere ich…) wollten laufen, laufen, laufen…

Wieder bin ich einfach drauf los und habe die Karte nicht zur Hand genommen. 😉 Und erneut bin ich wirklich beeindruckt von dieser Landschaft…, mein Gehirn mag gerade (wir haben es 01:00 Uhr, da darf es schonmal in den Nachtmodus umschalten) nicht so, als dass ich die ganzen Eindrücke in Worte zu fassen vermag – drum gibt es ein paar Bilder.

Wir starteten also am Ortsein- oder je nach Perspektive auch Ortsausgang:

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Der Weg hinter dem Hügel, den ich schon bei den ersten Bildern aus anderer Perspektive zeigte.

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Der gekreuzigte Jesus ist hier häufig zu sehen.

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Ein für mich unglaublicher und beeindruckender Augenblick, als ich diesen so starken Greifvogel mit seiner Schönheit und Kraft beobachten konnte!

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Im Wald angekommen, hängt die Zunge beim Hund an sich und bei Mine im Besonderen schon ein wenig raus. Es war total warm und die Hunde kannten wieder nur ein Tempo: rennen! Nee, stimmt nicht: Mäuschenbuddeln stand heute auch hoch im Kurs!

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Pilze…, so idyllisch!

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Aus dem Wald wieder raus… Hochsitz im Gegenlicht.

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Und sonntags werden auch die Haflinger vorgespannt. Wenn das nicht irgendwie typisch Freistaat ist, dann weiss ich es auch nicht?!

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Wir rennen mal wieder… 😉

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Hier der Beweis, dass die kleine Semmel taff dabei und gut gelaunt war.

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Am Ende der guten 2 – 2,5 Std.-Runde haben wir tatsächlich auch Hinweisschilder, bzw. Richtungsweiser entdeckt. 😉

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Und nochmal Zwergnase beim Mäuseln – man beachte die Erdklumpen links und rechts im Bild. Was ein echter Terrier ist, der lässt es krachen! 😉

Wieder zurück fielen die Hunde nach einer anständigen Futterportion allerdings wie gehabt ins Koma. Spunk verzog sich wieder auf´s Plümo, Mine auf´s Sofa. So entschied ich mich, meine Hunde im Haus zu belassen und alleine zum Essen zu fahren. Bzw. hatte ich ja meine 37 Persönlichkeiten dabei und das wiederum war sehr gut, denn es hatten Zweie abgesagt, so dass mehr als genug an Essen da war und wir da ja nun irgendwie Abhilfe schaffen mussten.

Nach dem Essen und einer geballten Ladung Kultur mit netten Muskeln in Form von „Pink“, ging´s zurück nach Tussenhausen, bzw. Zaisertshofen. Und während andere Menschen mit dem Killen von Mücken für kein gutes Kama sorgen (*lach*), hab ich meines verbessert – jawoll ja! Mitten in der Nacht auf finsterster Landstraße hockte ein Hase, der sich erst genögtigt sah sich mal zu bewegen, als ich mit Tempo 20 auf ihn zuzockelte…! Ja, ja, im Freistaat hat man einfach die Ruhe weg!

Als ich dann also irgendwann wieder daheim aufschlug, begrüssten mich zwei lachende Hunde, die gerne noch eine Runde drehen wollten. Genau genommen hatte sich Spunk wieder auf das Plümo gelegt nach der Begrüssung und sich nen Ast gefreut, aber es kommt sehr unhöflich rüber, wenn ich nun schreibe, dass ich meine Hunde nochmal vor die Tür gezerrt habe. 😉 Auch dieser Gang hatte für mich irgendwie was bewegendes, denn obwohl ich mitten in der Nacht ganz alleine durch´s Dorf gelatscht bin und keiner mehr wach zu sein schien, gab es keine Sekunde, in der ich mich unwohl oder gar bedroht gefühlt hätte. Auch eine lang vermisste emotionale Geschichte, denn in der deutschen Großstadt – in der wir bekanntermassen ansonsten leben – verhält sich das ja schon ein wenig anders und da gilt es aufzupassen. Hier passen höchstens die Hofkatzen auf und das einzige, was man hört, ist das Klimpern der Ketten der Kühe in deren Ställen. Einfach erstaunlich!

In diesem Sinne war es ein weiterer toller Tag und es wird Zeit, ins Bett zu gehen… Gut´s Nächtle!

3. Tag

 

Philosophische Frage des Morgens: warum kriechen Nacktschnecken eigentlich auf Terrassen, wenn sie darauf sterben?

Sind die kleinen schwarzen Schnecken (die ich ursprünglich für mutierte Hasenköttel hielt, bis ich die Schleimspur im Gegenlicht entdeckte) im Freistaat irgendwie verwirrt oder macht das evolutionsbiologisch einen Sinn? „Nur die Harten komm´in Garten – die Weichen verrecken auf der Steinterrasse!“ – oder wie?!

Aber Leuts: wie cool ist das, auf der Terrasse zu stehen und im strahlenden Sonnenschein seinen Kaffee weg zu schlürfen?! Und wenn ich dabei den Nachbarn noch ganz geschäftig seine Wohnung durchsaugen höre, dann ist mein Urlaubsfeeling perfekt! *grins* Neben dem, dass mich die Nachbarn hier schon ein wenig beeindrucken, denn sie machen das Fenster ZU, wenn sie laut Musik hören wollen! Ganz im Gegensatz zu unserem eigentlichen Zuhause, in dem die Fenster extra aufgerissen werden, während die Bässe die Boxen schon fast zur Explosion zwingen – und nicht zuletzt meine Nerven. Es ist schon erstaunlich: während man bei uns zu Hause nur noch das Martinshorn hört, vom Ordnungsamt kontrolliert wird und umgeben ist von Nachbarn, deren besten Freunde Jack, Jim und Aldi-Export heissen, habe ich hier noch nicht einmal eine Polizeiwache gesehen? Na gut, den Bäcker hab ich auch noch nicht gefunden… *schallend lach*. Aber mir ist auch noch kein Mensch betrunken oder stoned entgegengekommen. Vielmehr sind hier alle freundlich (wenn sie nicht gerade mit ihren Hunden uns ausweichen – eine völligst neue Erfahrung für mich, die ich mal wirklich zu schätzen weiss!) und grüßen sogar. Das macht mir Mut, dass das Leben doch schön sein kann! 😉

 

Nachdem die Hunde gestern Abend tatsächlich nicht mehr laufen wollten und deutlich zeigten, dass sie kein Interesse mehr daran hatten, nochmal vor die Tür zu gehen, schwächelt Spunk heute Morgen ein wenig. Wahrscheinlich hat sie zuviel Dung abbekommen?! *grins* Hier wird wirklich gerade gedüngt, was der Mist, die Maschinen und die Felder hergeben! Aber ich stehe auf Gülle! Jawoll ja! Wenn man so wie ich in einer deutschen Großstadt lebt, dann ist der Geruch von Gülle quasi Parfüm in meiner Nase… Und wenn man diesen Geruch stets und ständig in der Nase hat, dann fälllt es gleich viel weniger auf und ins Gewicht, wenn die Hunde ihre Chance nutzen und sich drin kugeln. 😉

Jedenfalls ist Spunk heute Morgen angegriffen, sie musste sich schon übergeben und hat so richtigen Durchfall. Jesses…, da wird es heute wohl nichts mit Kilometer langen Wanderungen. Glaube, es ist besser, wenn ich mal was ruhiger mache. Da passt es dann auch wieder, dass ich heute Abend zum Raclette – Essen eingeladen bin. Ich nehme dann auch extra meine 37 Persönlichkeiten im Komplettpaket mit, damit es ordentlich lange dauert. Zum einen soll das gut sein gegen unbeliebte Gäste und zum anderen werden meine Hunde mir bestimmt dankbar sein, wenn ich sie mal ein wenig in Ruhe Kräfte sammeln lasse. 😉

Heute morgen sind wir auch nur ne gute Stunde unterwegs gewesen (muss mal gucken, ob ich das in der Karte finde, wo wir gelaufen sind) und nach weiteren 1 – 5 Tassen Kaffee machen wir uns wieder auf den Weg…

 

 

 

 

2. Tag – Part II

Getränk des Tages: Bitterlemon mit Eierlikör!

 

Heute Nachmittag haben wir das traute Tussenhausen mal verlassen und sind nach Buchloe gefahren. Dort sind wir erstmal einkaufen gegangen (und dabei schob doch glatt ein junger Mann mit unserem Einkaufswagen ab und wir mussten ihn quer durch den Laden verfolgen und auf frischer Tat ertappen *tsts*), um anschließend nach Landsberg am Lech zu fahren. Genau genommen sind wir gleich zum Lech… 😉 Tussenhausen 7631

Ein schöner Flecken Erde und für die Naturliebhaber unter uns sei gesagt: ich bin zutiefst beeindruckt und fasziniert davon, dass man an einem Samstag, am Nachmittag und dann auch noch bei Sonnenschein so ruhig spazierengehen kann, ohne von anderen Menschen ständig plattgewalzt oder bepöbelt zu werden. Es gibt sie also wahrhaftig und in Wirklichkeit: Ruhe und Frieden, Entspannung und Hundeleinen, die nur zur Zierde um den Hals hängen.

Ich gebe einfach nochmal ein paar Eindrücke hier raus, ohne Euch dabei dicht zu quatschen 😉 : Tussenhausen 7643

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Mine hatte ein Floss entdeckt und brachte es in Einzelteilen ans Ufer (Scherz ;)). 

Tussenhausen 7626Wobei auch Zwergnase einen wichtigen Stock-Job hatte. 

Tussenhausen 7635Spunk sagt nur „Wasser zu Wasser“…

Tussenhausen-7705.JPGAnschließend musste noch eine Runde auf dem Acker getanzt werden.

Tussenhausen-7712.JPGUm dann in Schafskacke zu baden und sich entsprechend zu parfümieren (ganz prickelnd: ich hatte auf dem Rückweg noch gedacht, Spunk hätte die Heimfahrt doch nicht göbelfrei bewältigt – dabei war es in diesem Fall ausnahmsweise der Hund an sich, der so streng roch…).

 

Schließlich ging´s wieder zurück nach Bochloe, wo wir direkt die nächste Runde starteten. In Buchloe haben wir Smilla und Bär abgeholt, haben gemeinsam Berner Sennenhunde und JR-Terrier in die Flucht geschlagen und haben das tiefe Einatmen geübt. 😉 Insgesamt sind wir heute alleine nur am Nachmittag round about 4 Stunden am Stück gelaufen!

Die nächste Lektion war dann: nicht nur tief Einatmen üben, sondern perfektionieren! Mein Patenhund Bär ist einfach einer der geilsten Köter, die ich kenne!

Nachdem der Bauch später voll Nudelauflauf war (Danke Sista, so geil!), ging´s zurück nach Zaisertshofen. Die Hunde liegen im Koma. Spunk hat sich schon ins Schlafzimmer vekrümelt, damit ich nicht auf die Idee komme, jetzt nochmal raus zu wollen und Mine liegt schnarchend auf dem Rücken auf dem Sofa und hat auch keine Fragen mehr… 😉

Und wenn ich hier nicht so wahnsinnig lange brauchen würde, weil das Programm und ich uns net so vertragen beim Formatieren, dann würde ich nicht schon derweilen zwei Eierlikör-Lemon weggezwitschert haben und nicht nur nebenbei „Der Alte“ im TV schauen (das ist doch Kult!), sondern auch mal was davon mitbekommen… *lach*

So, Feierabend für heute… 😉 *Drink Nr. 3 – ich komme!*