Furzgeflüster

Das Treffen

Vor ein paar Tagen besuchte ich ein befreundetes Paar. Es waren einige Jahre vergangen, seit wir uns das letzte Mal gesehen hatten und ich freute mich sehr auf dieses Treffen. Gerade körperlich angekommen, drehte ich auch schon auf und erzählte und erzählte… Geistig war ich noch nicht da, hing immernoch in den ganzen Job-Stress-Geschichten der letzten Tage und Wochen fest und konnte gar nicht mehr aufhören zu reden. Anstatt zu fragen, wie es Ihnen geht und auch mal zuzuhören, kam ein Schwall nach dem anderen aus meinem Mund. Das Resultat der Hirnverbindungen, welche ich in dem Moment kaum stoppen konnte.

Während sie mir zuhörten und an einigen Stellen nachfragten, schaffte ich es nicht, einen Dialog zu führen. Vielmehr sprudelte es weiter aus mir heraus, während sich wenigstens ein Teil meines Hirns bemerkbar machte und die Frage aufwarf, was ich da eigentlich tat? Hatte ich mich so auf das Treffen gefreut, war ich jetzt mittendrin, es zugrunde zu richten und mein Gegenüber nur noch anzustrengen. Etwas, was ich eigentlich so gar nicht wollte, was ich aber jetzt zum wiederholten Male durchzog (ich winke mal dezent nach Bayern) und daran merkte, wie hoch mein Stresslevel noch immer war und ich mir selbst unangenehm wurde…

„Runter kommen!“, bemerkte mein Hirn jetzt immer hartnäckiger werdend an.

Ich schaute auf ihren Hund, der mir ruhig schlummernd zu Füßen lag. Alt ist die Hündin geworden und ihre Bewegungen sind durch die Knochen lahmer und staksiger geworden und während ich sie am Hals kraule, erzählte ich weiter. Von meinen Vorhaben, Ideen und Plänen. Und dass ich mich drauf freue und dann…

… dann schaute mich Peter an, ruhig lehnte er sich zurück und kündigte seine Frage mit den Worten „Ich will Dir jetzt nicht zu nahe treten, verstehe mich nicht falsch, aber ich wollte das schon länger mal sagen, bzw. nachfragen…“ an: „Warum willst Du das machen, anderen was zum Hund erzählen und erklären? Du hast zwei Hunde, die aus dem Ruder laufen und muss man nicht selbst seine Hunde gut erzogen haben, damit man auch glaubhaft rüberkommt?“ Und dann schließt er mit den Worten: „Ich selbst würde das erwarten und nehme doch jemanden ernster, der das auch vorleben kann.“

Und während ich versuche, ihm zu erklären, wo der Unterschied liegt, merke ich, wie holperig ich geworden bin. Wo war meine Geschmeidigkeit geblieben, mich in Worte fassen zu können um die für mich elementaren Unterschiede zwischen einer „formalen Erziehung“ und einer „sozialen Er-/Beziehung“ herauszustellen? So stolperte ich durch meine Antwort und ich schaffte es irgendwie, das ganze zumindest so hinzukriegen, dass es für Peter nun einen Sinn ergab und er mich jetzt nachvollziehen konnte.

Peter, ich danke Dir! Für Deine ehrliche Bemerkung und für die Frage(n)!

Alte Frage(n)…

Die Frage(n) waren tatsächlich nicht neu. Ich erinnere mich noch allzu gut an die Zeit, in denen ich so aktiv in unserem Forum geschrieben und erklärt habe. Wie ich eine Zeit lang nicht verstanden habe, warum man mich nicht verstanden hat. Wie ich wortgewandte Texte veröffentlichte und es überhaupt nicht verstand, dass es Menschen gab, die nicht das fühlten, was ich fühlte, nämlich diese ehrliche und tiefe Verbundenheit zum Hund. Die, die ich immer wieder als Basis von allem bezeichnete.

Dieses Fühlen und das Miteinander brauchten kein „Sitz, Platz, Aus“. Diese „klassischen Erziehungsfragen“ nach dem „Wie mache ich, dass der Hund dieses oder jenes tut oder eben unterlässt?“ stellten sich mir in dieser Form anfangs gar nicht, weil wir zusammen lebten, der Hund und ich. Und da war doch ich? Ich war doch präsent und da, mit meinem Hund? Und wieso stellen sich doch solche Fragen bei anderen Hundehaltern?

Erst im weiteren Verlauf versuchte ich, diese Fragen zu beantworten. Scheiterte aber immer wieder an dem „Das müssen sie doch fühlen, wie soll man das denn beschreiben? Und wo sind sie denn, wenn nicht mit ihrem Hund?“. Darum diese vielen Texte, der Versuch, die Basis zu erklären.

Oh, auch ich habe unglaubliche Mengen an Büchern. Ja, auch gelesen. Ich finde und fand es schon immer spannend, mir möglichst viel anzulesen zu Themen, die mich interessieren. Ich wollte wissen, wie ein Hund tickt, so richtig. Also belegte ich Kurse, in denen ich lernte, ein Ethogramm zu erstellen, etwas über Verhaltensbiologie und /- Ökologie, Domestikation, Entwicklung, Lernen und Gedächtnis und dergleichen mehr zu erfahren. Aus sogenannten „Ratgebern“ oder „Trainingsanleitungen“ suchte ich manchmal Anregungen raus oder las auch bewusst alte Bücher über Jagdgebrauchshundeausbildung, um die Entwicklung zu sehen. „Methoden und Trends“ nahm ich zur Kenntnis und mischte dort manchmal in Diskussionen mit.

An alle, die mich schon länger kennen: sorry, mit dem Klicker kann ich bis heute nicht umgehen und es ist mir immernoch fremd, diesen bei meinem Hund einzusetzen.

Einen Unterschied gibt es allerdings zu heute: meine beiden Hunde Hermine und Spunk hörten super! Sie waren wildrein, konnten nahezu immer frei laufen und wir bildeten ein gutes Trio. Wir waren uns selbst genug und konnten stundenlang alleine durch Feld und Wald wandern. Wir hatten eine gute Beziehung.

Peters Frage war berechtigt, denn mit meinen Hunden Marie und Lotte läuft es ja nun gerade nicht so vorbildlich, wie man meinen könnte…. Dabei fällt mir ein, dass ich noch immer nicht den 2. Teil von Marie während unseres Urlaubs im Freistaat geschrieben habe. Sie ist und bleibt eine Jagdsau, wenngleich das Miteinander besser geworden ist, seit dem wir beim Tierarzt waren und der eine Lösung des nunmehr fünf Jahre andauernden Rätsels diagnostiziert hat. Mein Hund und ich schlucken nun beide unser weiteres Leben lang unsere Schilddrüsenmedikamente… Irgendwie bezeichnend, dass es ausgerechnet uns getroffen hat!

Bei Lotte kokettiere ich ja gerne damit, dass sie nun ein GPS trägt und mich auch schon drei Mal hat alleine stehen lassen. Im Wald. Anfangs noch gelassen, wurde mir doch anders zumute, als ich merkte, wie weit sie gerade mal weg war. Gekoppelt mit den Erfahrungen, dass dieser Hund irgendwie eine andere Wahrnehmung hat als andere Hunde und in der Vergangenheit einmal einfach auf dem Spaziergang zur Seite kippte und kurzfristig ohnmächtig war und ein anderes Mal frontal mit dem Kopf gegen eine Steinmauer rannte und das Resultat ebenso eine Ohnmacht war, machte ich mir dann doch einige Gedanken mehr. Jo, dieser Hund kann richtig gucken und auch sonst ist mittlerweile alles gut bei ihr.

Und dennoch, wenn man mal von den rassetypischen Verhaltensweisen absieht, dann ist es bei uns doch ein wenig ausgeufert, was unser Zusammenleben angeht. Es geht mir immernoch nicht darum, ob dieser Hund „Sitz“ oder „Platz“ kann. Sondern vielmehr darum, dass sie mir allzu oft mit ihrem Blick und dem dann folgenden Verhalten die Mittelkralle zeigt. Sie macht ihr Ding und das konsequent und vehement. Und ich reagiere oder auch nicht (beispielsweise, wenn ich alleine zurück gelassen werde). Diese Reaktionen sind für sie dann so manchesmal nicht wirklich verständlich und nachhaltig schonmal gar nicht. Genau genommen sind sie sogar unfair dem Hund gegenüber, weil sie diese Reaktionen nicht verstehen konnte!

Was war passiert? Oder besser noch: was war nicht passiert?

Die letzten Jahre hatte sich mein Leben massiv verändert. Ich hatte Jobs, die mich sehr forderten und so blieb einiges von dem, was mir eigentlich wirklich wichtig war und ist „auf der Strecke“. Klar hatte ich irgendwie eine Beziehung zu meinen Hunden und irgendwie managten wir auch unseren Alltag. Aber eben nur irgendwie und nicht so, wie es mir entsprach und wie ich es mir wünschte. So schummelten wir uns durch die letzten beiden Jahre, drehten unsere Runden, beteuerten uns gegenseitig, wie toll wir sind – aber wirklich mehr passierte nicht. Das reicht aber nicht!

… neuer Ruck

Immer häufiger ertappte ich mich die letzten Wochen dabei, wie ich sagte: „Ja, da muss ich nochmal einen nachlegen…, ich weiß, das ist nicht so optimal und ich habe keine Lust darauf, zwei Hunde zu haben, die nicht ableinbar sind….“, und dergleichen mehr. Ich hatte mir vorgenommen, etwas mit meinem Hund zu tun.

Und so nahmen wir uns Zeit, zogen alleine in den Wald. Nachdem ich bald selbst in das reingetappt war, was ich in der Vergangenheit nicht verstand, holten wir uns das zurück, was wichtig ist: unsere Basis!

Wir haben wieder Spaß zusammen, entdecken nochmal neu und sind gemeinsam unterwegs. Noch immer nicht an „Sitz“ und „Platz“ interessiert, schenken wir uns wieder Aufmerksamkeit und achten (auf-)einander.

Ich fange wieder an hinzuhören und zu fühlen, Lotte nimmt es an und in den bisher folgenden Freiläufen blieb sie bei mir. Das heißt mit Sicherheit noch nicht, dass sie nicht doch mal abgehen wird, wenn der Reiz groß genug ist. Aber wir haben unseren Weg wieder gefunden und ich endlich wieder die faire Art, ihr zu zeigen, was ich möchte und was eben nicht.

Entspannung ist was für Anfänger!

Ein paar Zahlen vorab zu unserem Urlaub im Freistaat:

  • 5 Hunde und 3 Frauen im Schnitt – mit Ausnahme eines Wochenendes, da waren es 10 Hunde, 3 Frauen und 1 Mann
  • 3 Tierarztbesuche: davon einer mit Hund, zwei ohne Hund
  • 1 Hund, der jetzt medikamentös eingestellt wird
  • 3 Raufereien zwischen Lotte und dem Rest
  • 1 Gegenbiss an Cobakas Bein durch Lotte
  • 1 Biss Richtung meiner Hand mit Kontakt (denke mal, das war Lotte, war nach dem ganzen Prolleifer aber nicht zu beweisen)
  • 1 Katscher an Lottes Bein durch Cobaka
  • 1 Ratscher an Bommels Bauch – Herkunft nicht geklärt
  • 2 Interventionstänze von Chrissy und mir mit kunstvoll eingearbeitetem Wegschubsen beiderseits beim Versuch, die Hunde zu trennen
  • 1 spektakulärer – wirklich bühnenreifer! – Auftritt seitens Mela, die die Hunde nachhaltig trennte
  • 1 verbranntes Knie mit fetter Brandblase beim körperlichen Volleinsatz am Grill bei Chrissy
  • 2 schlaflose Nächte wovon eine Nacht der Hitze geschuldet war, die andere Nacht war Marie in einer Psychoschleife gefangen

Dabei sind wir jetzt gerade erst den 10. Tag hier und wir fahren morgen Vormittag wieder heim. Bleiben wir gespannt, ob ein Nachtrag erfolgen muss?

Entspannung ist was für Anfänger!

Wenngleich ich mir – und vor allem meinem Nevenkostüm – punktuell schon ein kleines bisschen weniger Action gewünscht hätte, kann ich es kaum glauben, dass die 10 Tage nun schon wieder um sein sollen? Da arbeitet man wochenlang auf den Urlaub hin und nach einem Fingerschnippen soll alles schon wieder vorbei sein?
Doch bei all meiner Wehmut, eines werde ich nicht vermissen: diese absolut quarkigen, merkwürdig schrillen Frauenstimmen hier in der Nachbarschaft. Was ist nur los in Bayern? Irgendwie hat hier Darwins „survival of the fittest“ nicht gegriffen, denn sonst hätten diese Frauen doch als erste durch mögliche Fressfeinde erkannt und erlegt werden müssen? Wobei…., andererseits hat sich der Freistaat ja schon irgendwie ein bisschen wie eine Insel für sich entwickelt?

Aber ich mag es hier im Freistaat. Es hat alles ein ganz eigenes Tempo und während alle lieb „Servus“ rufen, falle ich mit meinem „Moin“ oder „Tschö!“ so auf, dass sich Passanten in der Tankstelle neugierig umdrehen. Landsberg am Lech ist übrigens eine unglaublich schöne Stadt, die es unbedingt zu besuchen gilt.

Dieser Urlaub war nicht nur punktuell etwas sehr aktionsbeladen, sondern hat alte wie neue Erkenntnisse und Eindrücke geschaffen. Während Mela, Chrissy und ich wieder bewiesen, dass wir eine perfekte WG haben können, in der jede völlig haltlos seinen Zwängen freien Lauf lassen kann, weil alles wunderbar harmoniert und ineinander übergeht, weiss ich auch, dass ich nie mehr als zwei bis drei Hunde zur gleichen Zeit halten wollen würde. Wobei drei nur dann in Frage kämen, wenn der dritte in der Form und Kompaktheit wie Lotte wäre. Andererseits: hätte ich noch eine zweite Lotte, dann wären wir nicht mehr gesellschaftsfähig und müssten im Freistaat einen einsamen Hof bewohnen. So einsiedlermässig. Ohne Besuchshunde. Oder ohne selbst auf Besuch zu gehen. Quasi wirklich alleine. Mit Computer und Kaffeemaschine als Ansprechpartner und Kontakt zur Außenwelt.

Lotte hat sich hier nämlich größtenteils aufgeführt wie eine tollwütige Wildsau. Normen (der männliche Part am ersten Wochenende) erwähnte mehrmals, dass er sie doch mal gerne auf links gedreht hätte. Da stand ich noch locker über dem ganzen Gehabe von ihr. Zumal ich weiss, dass sie zuhause nicht so hellfreudig ist und nicht alles kommentieren muss. Das ist durchaus ein Zwang, der nicht so gut in eine WG passt… Etwas doof wurde es allerdings, als sie meinte, mit Cobi etwas austragen zu wollen. Ausgerechnet die beiden, die noch beim letzten Besuch Schulterschluss bewiesen hatten und ganz vernarrt ineinander waren. Jetzt haben sie ein etwas angespanntes Verhältnis miteinander – Mädels eben.

Chrissy und ich gaben auch alles, bei unserem Interventionstanz für Fortgeschrittene. Mit vollstem Körpereinsatz versuchten wir die beiden hysterischen Mädels zu trennen, wobei sich Lotte als „die kriegste nicht zu packen!“ erwies und demnächst eine Marke ins Ohr bekommt, Gütesiegel: „Unhaltbar“. Während wir also im Anschluss schweißgebadet dastanden und schon lachen mussten über unsere Formation an sich und dem Geschubse unter uns im Besonderen, foppte Melas Auftritt alles! Ich verneige mich vor ihr und voll empfundener Zuneigung muss ich aufpassen nicht sofort wieder loszulachen, bis die Tränen kommen. Mela hat es geschafft: sie hat mich zum Weinen gebracht! Während Chrissy und ich noch dastanden und uns gerade neu formatieren wollten, als die Mädels wieder übereinander herfielen, kam Mela wie aus dem Nichts von hinten – zwischen uns durch – geschossen, zog sich noch kurz den Gartenschlappen aus und hat sich mit Gebrüll auf die Mädels geschmissen. Naja, genau genommen sind alle drei brüllend hinter den Unterstand verschwunden. Chrissy, die restlichen Hunde und ich blieben stumm alleine zurück und wir fanden uns in einer Situation wieder, die wir einfach nicht ans Hirn weiterleiten konnten. Kurze Zeit später wurden die beiden Kampfmädels hinter dem Unterstand auch stumm, Mela kommt mit den Worten: „Jetzt hab ich aber die Schnauze voll und was die sich überhaupt rausnimmt für ihr Alter ist unglaublich!“ (damit meinte sie Lotte) noch etwas erregt um die Ecke zurück, zog sich ihren Schlappen wieder an und als die beiden Kampfsau-Hunde Mela räudig folgend auch ins Bild kamen, war es vollends um uns geschehen: ich habe so lachen müssen, dass mir die Tränen kamen. Diesen Auftritt von Mela als Grizzlybär werde ich nie vergessen. Ganz großes Kino und coole Nummer! Danke dafür!

Hach, ich werde jetzt schon ganz wehmütig – obwohl ich noch vor Ort bin…!

Ein absolutes Überraschungspaket stellte allerdings Marie dar. Sie war das erste Mal mit im Freistaat auf Urlaub. Im Vorfeld hatte ich mir die wildesten Gedanken gemacht, ob das mit ihr und den anderen Hunden klappen würde oder ob sie nicht vielmehr das eine oder andere „Hackbratenspiel“ veranstalten würde. Tja…, was soll ich schreiben? Es gab und gibt null Theater zwischen ihr und den anderen! Lediglich Finn schnauzt sie manchmal an. Da weiss sie nicht so genau, wie sie ihn nun finden soll. Ansonsten wechseln sie sich wunderbar ab und Marie stellt ihre Herder-Qualität unter Beweis. Finn hatte schließlich seinen gewerkschaftlich festgelegten Urlaub eingereicht und ihr den Job überlassen, auf Haus, Hof und Inventar aufzupassen. Es war wirklich erstaunlich, ganz so, als hätten sie sich untereinander abgesprochen: während einer der beiden aufpasst, zieht sich der andere zurück. Mit Cobi hat sie gerade mal so gar keine Probleme (und ich hätte gewettet, dass es zwischen denen zum Streit kommt), mit Bommel auch nicht.

Da Maries gesamte Story allerdings etwas umfangreicher ist, werde ich diesen Part II auf morgen oder übermorgen verschieben… 😉

 

Wunschvorstellung und Realität

Als ich eben in die Küche ging, den Knopf an unserem Kaffeevollautomaten drückte und mir dachte: „Heute mache ich es mir gemütlich und werde nichts anderes tun, als mich in den Garten zu setzen und zu lesen.“, musste ich schon bald lachen. Soweit sind Realität und Wunschvorstellung voneinander entfernt: während ich mich auf den frisch gezapften Kaffee freue und die Vorzüge zu schätzen weiss, wünsche ich mir gleichzeitig, ich würde endlich wandern gehen. So richtig lange, sowas wie pilgern ohne religiös zu sein: Fernwandern. Das hat ein wenig was von Heim- und Fernweh gleichzeitig. Gibt es sowas?

Jetzt gerade sitze ich unter dem Sonnenschirm und werde schon beim Gedanken daran, mit schwerem Rucksack loszulaufen und Kilometer zu machen, ganz müde… Fange ich doch schon an zu stöhnen, wenn die Hunde mich an der Leine hinter sich herzerren. Oder wie ich mich auf einen leckeren Latte Macchiato freue, wenn ich gerade mal fünf Kilometer gebummelt bin. Und doch packt mich der Gedanke immer wieder…

 

Wer kennt dieses Buch nicht oder aber den Film?! Eine Frau alleine auf dem PCT, dem Pacific Crest Trail. Und sie zieht es durch!

So wie ich es durchziehe, diese Bücher zu lesen und mich der Sehnsucht hinzugeben… So langsam reihen sie sich aneinander:

  • „Ich bin dann mal weg“ von Hape Kerkeling (natürlich!)
  • „Deutschland umsonst – Zu Fuß und ohne Geld durch ein Wohlstandsland“ von Michael Holzach
  • „Santiago liegt gleich um die Ecke – Pilgern in Deutschland“ von Stefan Albus
  • „Pilgern für Skeptiker“ von Jean-Christophe Rufin
  • „Der große Trip“ von Cheryl Strayed

Und jetzt aktuell:

  • „Laufen. Essen. Schlafen. – Eine Frau, drei Trails und 12.700 Kilometer Wildnis“ von Christine Thürmer

Zwei Zauberworte sind für mich Alleine und Wildnis.

Gerade über das zweite Wort habe ich die letzten beiden Tage viel nachgedacht. Bei der Gartenarbeit… Wer immer behauptet, Gartenarbeit würde Spaß machen und es sei so entspannend, in der Erde zu graben: was genau sind denn das für Gedanken in Euren Köpfen? Während ich mir das zum Mantra machen wollte, wie entspannend Gartenarbeit doch sei, schossen mir immer wieder andere Gedankenfetzen dazwischen:

„Was bitte ist so toll daran, wenn ich ständig an Büschen rumschneide und der vermeintlichen Natur vorgebe, wie sie bitte zu wachsen habe? Wer bin ich denn, dass ich das bestimme? Boah, ich habe keine Lust mehr! Diese Drecksgartenschere muss mal geölt werden… Meine Güte, so langsam tut mir mein Rücken weh. Da bekommt man doch ne Sehnenscheidenentzündung! Was ist eigentlich so schön an einem Blumenbeet? Diese Kackrosen! Dieser hässliche Rhododendron ist mir schon seit Jahren ein Dorn im Auge. Endlich fertig mit dem Scheiss, morgen mache ich aber nichts mehr…!“

Liebe Gartenfreunde: diese Arbeit hat so gar nichts mit Natur oder gar Wildnis zu tun. GAR NICHTS! Und mit Verbundenheit zu eben jener auch nicht. Da lasse ich doch lieber Beet Beet sein und die Kirschlorbeerhecke ist mir auch schnurzegal (jetzt habe ich sie ja auch geschnitten und wieder nen halbes Jahr Ruhe…): da gehe ich lieber fünf Stunden durch den Wald und stelle mir die bange Frage, wo sich denn aktuell wohl gerade die Wildschweine aufhalten dürften?

Alleine – müsste bei mir eher heissen „ohne menschliche Begleitung“, denn meinen Hund Lotte hätte ich schon gerne bei der Wanderung dabei. Meinen kleinen Breitmaulfrosch…, der bis vor Kurzem noch nicht einmal richtig lahmfrei laufen konnte. Den mindestens zwei Tierärzte schon kaputt-operieren wollten, unter der Überschrift „Es könnte sein, dass… Wir machen die mal auf.“ Oh, wie gut, dass ich auf niemanden gehört habe und lieber wacker zur Osteopathin fuhr, die sie wieder zurecht schob und ruckelte. Ja, ich werde nicht müde, dieses immer und immer wieder zu betonen.
Dieser Hund, der mich dazu brachte, tatsächlich ein Massageseminar zu besuchen. Wer hätte gedacht, dass ich das mal sagen würde, dass ich wegen meinem Hund zu einem Seminar gehe? Sonst war meine Motivation dabei eher instrinsisch.

Aber das Seminar war klasse! Es hat wirklich Spaß gemacht und alles war perfekt vorbereitet und organisiert. Hätte ich nicht schon andere Pläne, könnte ich mir gut vorstellen, dort tiefer einzusteigen. In die ganze Thematik. Dabei hatte ich mir im Vorfeld schon einige (berechtigte) Gedanken gemacht, dass Lotte und ich ein wenig das Seminar crashen könnten. Sie ist ja nun nicht gerade für eine dezente Zurückhaltung bekannt…  Eher im Gegenteil. Lotte aber zeigte sich von ihrer charmantesten Seite und während des ganzen Theorievormittages lag sie (als wäre sie schon ein Seminarprofi und nicht zum ersten Mal dabei) neben mir und schien sehr entspannt zu sein. Ab dem Mittag schwand dann ihre Nervenstärke etwas, gekoppelt mit dem, dass sie sich nun sicherer fühlte, kommentierte sie – zusammen mit einem Hundekumpel – so einiges, was sich außerhalb des Seminarraums abspielte. Dabei war sie so dermaßen müde, dass sie immer zur Seite kippte, während sie noch versuchte gegen den Schlaf anzukämpfen. Damit hatte Lotte durchaus Unterhaltungswert und amüsierte andere Teilnehmer. Als es dann endlich an die Praxis und damit an die Massage ging, war Lotte an dem Punkt, dass sie ganz klar meinte: „Nö!“. Das galt es dann für mich zu akzeptieren (ich erwähne jetzt auch nicht, dass sie der einzige von 10 – 15 Hunden war, der sich nichts massieren ließ – so ist sie eben), alles andere machte eh keinen Sinn. So stolz ich war, dass wir bis hierhin gekommen waren, saß ich dann doch ein wenig zerknirscht im Eck, mit Lotte kerzengerade an der Leine, während andere Hunde wohlig brummend auf der Seite lagen. Eine Frau erkannte meine etwas missliche Lage und stellte mir kurzerhand ihren Hund zur Verfügung. Das war großartig! So konnte ich doch noch „Hand anlegen“ und das auch noch bei einem Hund, bei dem wirklich alles zu fühlen und zu sehen war. So konnte ich nicht nur eine völlig platte Lotte wieder mit nach Hause nehmen, sondern auch die Sicherheit, dass meine Grifftechnik nun stimmig ist. Rundherum war es ein gelungener Tag. Lotte und ich werden übrigens im November wieder hinfahren. Dann besuchen wir das Seminar zur „Dorntherapie“. Das hatte ich schon im Vorfeld gebucht, aber nachdem ich letzte Woche versehentlich Lottes Schulter wieder in die richtige Position brachte und sie seit dem nicht mehr so rumeiert beim Laufen, passt es noch mehr. Falls es jemanden interessiert, Katrin Voßwinkel ist wirklich eine sehr nette Frau: Hundephysiotherapie.

Alleine mit Hund, um mal wieder auf das Thema zurück zu kommen…: Machen wir uns nichts vor: so ein richtiger Trail wie der PCT über die Bergkämme wäre für uns nichts. So ein Kamikaze-Hund wie Lotte einer ist (sie rannte schonmal frontal gegen eine Steinmauer!) würde ja in einer Dauergefährdung laufen und immer drohen, abzuschmieren. Ich bin mir auch nicht so sicher, ob wir im Sommer bei Temperaturen von über 30 Grad laufen könnten, denn dann kippt sie mir womöglich dauernd um?! Hm…, noch sind wir ja auch nicht soweit. Jetzt bin ich ja schon glücklich, dass sie überhaupt so schön, ohne zu lahmen und so lange läuft! Und wenn es mehr so um Stille, Natur / Wildnis und Alleinsein geht, dann könnten wir ja auch erstmal ne einsame Hütte wählen… Und von dort aus los wandern – oder auch nicht.
So wie:

  • „In den Wäldern Sibiriens: Tagebuch aus der Einsamkeit“ von Sylvain Tesson

 

 

 

Lotte

Gerade hab ich nachgeschaut: im Dezember des letzten Jahres habe ich das erste Mal von ihr hier berichtet. Und geschrieben, dass es sich so langsam einspielen würde, so dass auch mal wieder fünf Minuten Zeit übrig blieben, um etwas zu schreiben… Aha. Ich gebe es zu: neben dem, dass ich nicht den richtigen Dreh fand, war das dann wohl doch ein wenig zu optimistisch gedacht? Wenn ich an diesen Hund denke, weiss ich gar nicht, wo ich anfangen soll… Dieser Hund ist ein Kracher, der uns eigentlich immer auf Trab hält. Egal mit was…, sie zieht alles durch, gnadenlos. Und während wir dachten, dass die schlimmste Phase des Zuschnappens und der Willensbekundungen vorbei ist, fängt sie jetzt wieder von Vorne an. Apropos von Vorne: wo ist das eigentlich?

Lotte

Als wir sie übernahmen, ging Lotte mit dem Vorderbein lahm, denn als sie noch ein Welpe war, trat ihr beim Vor-Vorbesitzer (!) ein 95 kg – Mann auf den Lauf. Das hatte sie gut auskuriert und davon ist nichts geblieben. Vor ca. 7 – 8 Wochen fing sie dann an, Hinten zu lahmen. Der 1. Besuch beim Tierarzt erbrachte den Rat, abzuwarten und den Hund ruhig zu halten. Es trat keine Besserung ein. Der 2. Tierarztbesuch ergab das Gleiche. Diesen Hund ruhig zu halten ist allerdings vergleichbar mit der Aufgabe, einen Ameisenstaat daran zu hindern, seine Arbeit zu verrichten. Das Lahmen wurde immer schlimmer, der Hund immer schiefer.

Wir suchten einen anderen Tierarzt auf. Dieser stellte fest, dass das Knie derweilen leicht entzündet ist. Er wollte den Hund direkt in eine Klinik überweisen und in ein MRT stecken. Bis dato hatte ich allerdings noch nicht einmal Röntgenbilder, obwohl ich stets darum bat, da ich ausschließen wollte, dass sie irgendwelche Knochenabsplitterungen o.ä. hat. Wir wurden mit Schmerzmittel für Lotte versorgt und sollten Kontakt zur Klinik aufnehmen. Meinem Wunsch, doch bitte erstmal den Hund zu röntgen, konnte auch hier nicht nachgekommen werden. Das wäre ja viel zu spontan und röntgen ginge nur mit vorheriger Planung und nach Termin. Man muss dazu sagen, dass ich keine wertvollen HD-Aufnahmen für eine Zuchtzulassung haben wollte, dementsprechend auch nicht den Hund unter Narkose röntgen lassen wollte, zumal Lotte gut „lang zu ziehen“ ist und auch lange genug für eine Aufnahme still hält. Doch statt dieses durchzuziehen, sollten wir den Hund jetzt in eine Klinik bringen, unter Narkose setzen und mit Kontrastmittel ins MRT stecken? Hm…, hier konnten wir auch nichts mehr erreichen und wurden rauskomplimentiert. Das war´s.

Derweilen waren einige Wochen und Tierarztbesuche vergangen, ohne dass wir weitergekommen waren. Lotte hoppelte schon mehr, als dass sie lief, die Muskeln hatten sich einseitig abgebaut und sie zog das Bein mehr hoch, als dass sie es einsetzte. Die Faxen endgültig dicke, bestand ich beim nächsten Besuch unseres eigentlichen Tierarztes auf Röntgenbilder. Nachdem wir massiv wurden, bestätigte dieser nach seinem ständigen „Abwarten und Hund-ruhig-halten“, dass ich recht hätte und ein so junger Hund SO auf keinen Fall laufen dürfe und jetzt ganz schnell gehandelt werden müsse. Aha? Die Röntgenaufnahmen zeigten zwar eine nicht ganz so schöne Hüfte, war aber ansonsten ohne Befund – was gut war.

Ich suchte eine Osteophatin, was hier im Eck schon schwer genug ist. Als wir Lotte dort vorstellten, fand sie sofort drei Triggerpunkte: Knie, Meniskus und Kreuzband. Sie empfahl uns einen Spezialisten, von dem sie das gerne noch einmal abgeklärt haben wollte und so machte sie einen Termin für uns. Lotte und ich unternahmen eine wahre Serpentinen – Abenteuerreise, um schließlich in einer Freakshow zu landen!

Als Spezialist hatte er es wohl noch nicht einmal nötig, eine Gangbildanalyse zu machen. Stattdessen begrüßte er uns mit den Worten: „Ach, da kommt ja ein langwieriger Kniepatient, hinten links, richtig?!“ Nachdem er genau das tat, was auch andere Tierärzte vor ihm taten, nämlich die Gelenke abtasten und durchbewegen, reagierte Lotte beim sogenannten „Schubladentest“ sehr schmerzhaft. Er teilte mit, dass der Meniskus ok sei, das Kreuzband auch nicht gerissen, aber evtl. beschädigt. Er würde den Hund operieren wollen, um rein zu schauen und zu gucken, was da nicht stimmte und darüber hinaus müsse ich mich auf eine Folgeoperation bei ihr einstellen. Eine eigentliche Kreuzband-OP könne man nämlich bei ihr noch nicht durchführen, da sie noch zu jung und die Wachstumsfugen zu breit seien. Dass eine Kreuzband-OP anstehen würde, obwohl dieses gar nicht gerissen ist, fand ich durchaus merkwürdig. Auf meine Frage, ob er jetzt auf bloßen Verdacht hin den Hund operieren wolle, wo er doch gar nicht weiss, was eigentlich wirklich ist, meinte er, dass das notwendig sei, er würde dann die Erstversorgung vornehmen und gleich mal schauen, ob eine OCD ( = Osteochondrosis dissecans, eine Knochen- / Gelenkserkrankung beim Hund, vorwiegend bei mittelgroßen bis großen Hunden) vorliege (wovon er aber selbst nicht ausging). Das Ganze ging noch eine Weile hin und her und ich stand wie paralysiert und irgendwann einfach nur noch erschöpft vor dem Behandlungstisch, nachdem er mir noch mitteilte, dass für ihn bei diesem Hund nur eine TPLO-OP in Frage käme. Nachdem ich merkte, dass es dort kein links und rechts gab für ihn und ich meine Zweifel anbrachte, da Lotte seit zwei Tagen wieder anfing, aufzufußen und das Bein zu belasten und ich darüber hinaus nicht wüsste, wie ich diesen Hund 3 Monate ohne Folgeschaden in eine Box sperren sollte (sein Kommentar: Hund in die Box, Handtuch rüber, ins Nachbarzimmer stellen und sich nicht dran stören) und dann noch zwei Monate zur Physio bringe, um dann von Vorne anzufangen, dieses aber nicht wirklich ankam, verließ ich die Praxis. Ich fuhr nach Hause, schnappte mir auch Marie und wir gingen erstmal in den Park. Während dieses Spaziergangs entschied ich mich gegen diese beiden OPs – zumal Lotte das Bein wieder benutzte.

Ich telefonierte später noch mit der Osteopathin. Ich wollte ihr mitteilen, dass ich gegen diese OPs sei, sehrwohl aber eigentlich weiter mit ihr zusammenarbeiten wollen würde. Sie hatte durchaus Verständnis für meine Bedenken, drängte aber schon drauf, den Rat des Tierarztes zu befolgen und den Hund operieren zu lassen. Auch hier kam ich nicht wirklich weiter, irgendwann war ich einfach nur noch „durch“. Darüber hinaus nahm das irgendwie eine Eigendynamik an, die mir ganz und gar nicht gefiel. Es war zwar nett, dass sie für uns den Termin abgesprochen hatte, dass aber die Praxishelferin eigenständig bei ihr anrief, um ihr von unserem Besuch samt Ergebnis aus Sicht des Arztes zu erzählen und sie wiederum mit der Praxis den OP- und Behandlungsplan besprechen wollte, gab mir durchaus das Gefühl, dass mir meine Entscheidungen abgenommen werden sollten und andere über meinen Hund entscheiden würden?! Ich entschied mich gegen diesen Weg! Lotte läuft zwar noch immer nicht schön, aber sie fängt an, das Bein wieder einzusetzen und in den normalen Bewegungsablauf hinein zu kommen.

Je länger ich über all das nachdachte, desto schräger erschien mir diese ganze Aktion des Tierarztes. Ich werde mich hier jetzt nicht in Gedankengängen und Spekulationen verlieren, nur soviel: für mich war es die richtige Entscheidung, diesen Wahnsinn nicht weiter zu verfolgen!

Und während Lotte weiter regeneriert, setze ich mich gerade mit einer äußerst interessanten Behandlung auseinander: der V-PET Thrombozytentherapie.

Lotte

Als würde das nicht alles schon reichen, so zog sich Lotte auch noch eine Vergiftung zu. Wir waren am Abend auf Runde, Lotte hatte sich an einem menschlichen Kothaufen genüsslich getan (urgs!). Ca. 1 Std. später fing sie an zu schwanken, als wäre sie betrunken. Ich nahm sie mit in den Flur, woraufhin sie jede Berührung meinerseits mit einem Angriff ihrerseits abwehrte. Und diese meinte sie durchaus ernst, mit knurren, Nackenhaare aufstellen und in den Unterarm beissen. Ich schickte sie in den Garten, hatte gemeint, sie solle sich dort abreagieren. Lotte rannte 3 x im Kreis um mich herum wie auf Speed und wieder rein – spätestens da wusste ich, dass es ernst war, denn dieser Hund geht nicht freiwillig wieder rein um sich hinzulegen. Der ganze Hund schwankte, die Augen flimmerten, sie war nicht wirklich ansprechbar und zeigte offensichtliche Vergiftungserscheinungen. Meine Panik stieg, denn ich hatte kein Auto vor der Tür, wusste nicht, wo ich mit dem Hund hinsollte und Taxis nehmen hier keine Hunde mit – schon gar nicht solch aggressive und wir steuerten schon auf Mitternacht zu. Vor meinen Augen sah ich schon neurologische Ausfälle, epileptische Anfälle und Kreislaufversagen. Aber Lotte legte sich hin. Jedes Mal, wenn sie den Kopf hob, schien sie Karussell zu fahren. Irgendwann legte sich sich flach auf die Seite auf den Teppich und fing an zu schnarchen wie ein Berber! Sie atmete tief und ruhig, ich konnte Herzschlag und Schleimhäute kontrollieren, alles im grünen Bereich. Ca. 3 Stunden später wechselte sie das Zimmer, noch immer schwankend, aber sie legte sich sofort wieder hin. Morgens um 6 Uhr war der Spuk dann vorbei. Lotte war wieder im Vollbesitz ihrer geistigen und körperlichen Kräfte und begrüße mich gut gelaunt, als sei nichts gewesen – Glück gehabt und ein Hoch auf diesen kleinen zähen Hund!

Da ich ausschließen konnte, dass sie an diesem Tag nichts unbekanntes – mit Ausnahme des menschlichen Kots – gefressen oder gesoffen hat, gehe ich davon aus, dass in diesem Kot Toxine enthalten waren, eine ausreichende Menge Drogen, um meinen Hund in diesen Zustand zu versetzen. Was für eine Horrorshow!

Hallelulja!