10. Tag

Gestern beim Samstags-Krimi „Siska“ in etwa so gehört, heute unser Motto des Tages: „Ich laufe mir die Hacken ab. Heute Morgen bin ich als Storch los und heute Abend komme ich als Ente nach Hause!“

 

Nachdem wir heute Morgen ausgeschlafen haben, ging es direkt los zur ersten Runde. Die fiel bereits länger aus als geplant, denn als ich meinte, dass auch eine kürzere Runde mal ausreichen würde vor dem Frühstück, rammte der große Hund die Pfoten in den Weg, schaute mich völligst schockiert an und ich konnte dem nicht Stand halten. O.K., ich gebe es zu: das war jetzt stark vermenschlicht ausgedrückt, aber als ich die Richtung zum längeren Weg einschlug, rannte der große Hund gut gelaunt los. 😉

Als wir zurück kamen, war es bereits so warm, dass ich meinen Kaffee auf der Terrasse auch gut unter einem Sonnenschirm hätte trinken können und eigentlich die „Mittagshitze“ abwarten wollte, ehe wir erneut losliefen. Aber spätestens halb drei haben wir es nicht mehr ausgehalten und sind wieder losgelaufen… Ich wollte nochmal auf den Berg, um Zaisertshofen mal aus einer anderen Perspektive zu fotografieren. Neben dem, dass ich schon morgens die Heufelder so schön fand, dass ich unbedingt Fotos machen wollte… Also los:

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Zaisertshofen also aus anderer Perspektive…

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Kirchturm… Die Glocken gehen hier übrigens so dezent, dass sie angenehm auffallen und nicht zu einem Hörsturz führen, wie es schnell mal in der bekannten dt. Großstadt passieren kann…

Leider hatten wir die ganze Zeit Gegenlicht, was sich natürlich auch auf die Bilder auswirkt. Außerdem war die Sonne dermaßen am Brennen, dass ich gut und gerne zum T-Shirt auch eine kurze Hose anziehen hätte können – unglaublich! Aus sicherer Quelle weiss ich, dass es in anderen Regionen (unter anderem in der dt. Großstadt) mehr diesig und regnerisch war. Ja, ich verberge jetzt mal meine Schadensfreude *breit grins*.

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Spunk tanzt zwischen dem frischen Gras… Sehr edel, wie ich finde. Doch dann vollzog sich plötzlich ein Wandel und dieser kleine ästhetische Hund wurde…:

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… zu „Cujo“! Brrrrrööööööhhhhhhhrrrrrr….! Ein Gremlin oder sowas… ;)))

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Nach einer erneuten Wandlung war sie allerdings wieder ganz normal… Mein kleiner durchgeknallter Terrier.

Dass Spunk auf den beiden Bildern mit Leine zu sehen war, lag alleine daran, dass sich neben uns ein GÜLLE-Feld befand und ich zunächst einfach dran vorbei wollte. Dann aber lockte das gemähte Feld und ich mochte sie nicht festhalten. Zum Leine losmachen kam ich allerdings auch nicht… 😉

Überhaupt wollte ich eigentlich viel mehr Landschaftsaufnahmen machen, aber meine Hunde lenkten mich immer wieder ab *lach*.

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Zwei die sich einig sind: MÄUSE fangen!

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Auf dem Hügel, zwischen all dem wohlduftendem Grün – einfach zu schön! Man beachte allerdings auch die Zunge, die da immer länger wurde, denn derweilen wurde es nahezu heiss auf dem Hügel ohne Schatten oder irgendwas…

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Man sieht es Mine an, wie heiss es war und Mäusejagen ist zudem auch ziemlich anstrengend, gell?!

Wir liefen weiter und hier nun also noch ein paar Landschaftsaufnahmen, ehe ich das Fotografieren abbrechen musste … Die Bilder sehen für Euch wahrscheinlich alle ähnlich bis gleich aus, ich für meinen Teil bin nach wie vor fasziniert davon, wie schnell sich die Landschaft verändert (ich weiss, ich erwähnte es bereits) und ich konnte von Glück reden, dass ich in dem Moment noch die Bilder machte. Zwei Stunden später waren nämlich die meisten Felder bereits von dem gemähten Gras wieder befreit und die Felder wieder „plan“. Im Übrigen waren die Bauern entsprechend aktiv unterwegs mit großem Geschütz, beeindruckend. So schnell wie das heutzutage geht und was es alles für Geräte dafür gibt!

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Und jetzt stellt Euch den Geruch dazu vor – einfach herrlich!

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Wohin das Auge reicht: verschiedene Grüntöne…

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Hammer oder?! Sooo schön!

Derweilen sind wir immer ein Stück weiter gelaufen, die Zungen der Hunde wurden immer länger, das Hecheln lauter. Dann liess sich Spunk einfach in einer Fahrrinne auf die Seite kippen und reagierte nicht mehr! Ich rief sie, aber nix, sie lag einfach platt auf der Seite! Das erste Mal beschlich mich Panik und ich nahm meine Füsse in die Hand und rannte zum kleinen Hund. Erst als ich mich neben sie auf die Knie fallen liess und sie berührte, guckte sie mich an. Und ich sah, dass ihr Kopf im Schatten war. Ich weiss bis jetzt nicht, ob sie wirklich einfach so umgekippt ist und quasi „Kreislauf“ hatte oder ob sie mir demonstrieren wollte, dass sie eine Pause im Schatten haben möchte?! Dass sie nicht reagierte, liess mir allerdings so sehr das Adrenalin in die Adern schiessen, dass ich nur noch dachte, diesen kleinen Hund möglichst schnell in den Schatten zu bringen und Fotos Fotos sein zu lassen. So stiefelten wir in den Wald hoch, denn der Weg war kürzer als zur Wohnung zurück und da würde der kleine Hund erstmal Wasser und Abkühlung finden. Im Wald angekommen, liefen die Hunde wieder, als wäre nichts gewesen. Jo…, blieben wir eben im Wald und erkundeten den Forst mal genauer. Wir liefen quer durch und liessen den Wanderweg auch mal längs liegen… 😉 Und ich glaube, heute habe ich es mal geschafft und auch den großen Hund groggy gelaufen! *nick*

Jetzt weiss ich übrigens auch, was das für merkwürdige Geräusche waren, als ich das erste Mal im Forst war (das wollte ich auch schon längst erzählt haben, habe es aber immer wieder vergessen): wenn die Bauern ihre Felder mit schwerem Gerät bearbeiten, dann hallt das teilweise im Wald wieder und daher kommt es ab und an neben den „normalen“ Waldgeräuschen zu etwas eigenartigeren Geräuschen – jawoll ja!

Und wo ich schon beim Erwähnen bin: nachts ist hier der Sternenhimmel so klar, dass ich gestern schon wünschte, ich würde mich etwas mehr damit auskennen, dann wüsste ich auch, was ich da tolles sehe – neben dem einfach fantastischen Anblick!

Aber jetzt zurück zum eigentlichen Thema: so kurz nach 17.oo Uhr waren wir wohlbehalten in der Wohnung zurück und nach einer Scheibe Leberwurstbrot für die Hunde und erneutem Nudelsalat für mich, sind die Nasen ins Koma gekippt. 😉 Wir sind heute bestimmt eine ähnliche Kilometeranzahl gelaufen, aber im Gegensatz zu gestern fühlte ich mich heute fitter dabei *hö*.

Und nachdem der „Tatort“ heute das blanke Gebrülle ist, was meinen Nerven nicht gut tut *lach*, werde ich gleich noch eine Runde durch´s Dorf drehen und den Feierabend einläuten… 😉